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Konsequenzen für Bayer-Boss?DFB untersucht Carros „Blödmann“-Ausraster

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Fernando Carro guckt schlecht gelaunt Richtung Kamera.

Fernando Carro war nach dem Spiel gegen Mainz weder mit der Schiedsrichter-Leistung noch mit der Performance der Leverkusener Profis einverstanden.

Fernando Carro von Bayer Leverkusen könnte Ärger bekommen. Nach der Partie gegen Mainz pöbelte er gegen den Unparteiischen.

Für Fernando Carro könnte es Konsequenzen geben. Nach einem verbalen Ausfall des Vereinschefs von Leverkusen gegen den Schiedsrichter wurde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aktiv.

„Der Kontrollausschuss untersucht den Vorgang“, erklärte ein Sprecher des DFB gegenüber der dpa. Bayer Leverkusen teilte auf dpa-Anfrage mit, sich zunächst gegenüber dem DFB zu äußern, bevor sich der Klub öffentlich äußert.

Wütende Worte von Carro im Kabinentrakt

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 äußerte sich Carro in den Stadion-Gängen wütend über den Unparteiischen Tobias Stieler. Dabei rief er: „Wo ist Stieler, dieser Blödmann?“

Der Grund für seine Wut war ein Vorfall in der 67. Spielminute. Carro meinte, nach einem Eckball ein deutliches Foul an einem Leverkusener Spieler im Strafraum erkannt zu haben. Aus dieser Situation entwickelte sich der Mainzer Gegenangriff, der zum 1:0 für die Gäste führte.

Carro kommentierte die Szene so: „Ein Mainzer zieht ihn runter. Für mich ist das ein klarer Elfer“. Weiterhin erklärte er: „Ich habe den Schiri gefragt: Warum hat der Videoassistent nicht eingegriffen? Die Antwort: Der Videoassistent meinte, es sei eine 50:50-Situation, beidseitiges Ringen. Ich habe es anders gesehen.“

Allerdings richtete sich Carros Kritik nach der Partie nicht allein gegen den Unparteiischen, sondern ebenfalls gegen die eigenen Profis. Nach einer deutlichen Ansage in der Umkleide berichtete Carro, er habe von den Spielern gefordert, sie müssten endlich „aufwachen“.

Carro führte weiter aus: „Ich glaube, dass wir keine gute Leistung gezeigt haben, besonders in der ersten Hälfte. Am Ende haben wir es ja versucht, aber man kann ja nicht 50 oder 80 Minuten so spielen, meiner Meinung nach.“

Als er den Spielertunnel der BayArena verließ, fügte er noch hinzu, er persönlich würde „ausflippen, wenn ich da gerade in der Kabine wäre“. (red/dpa/sid)