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DSV bestätigt Entlassung Lutz Buschkow will gegen Kündigung rechtlich vorgehen

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Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow steht am 20.02.2016 bei einem Olympia-Qualifikationsturnier im Maria-Lenk-Stadion in Rio de Janeiro.

Frankfurt/Main – Der Deutsche Schwimm-Verband hat die Trennung vom langjährigen Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow bestätigt. Dem 65-Jährigen sei gekündigt worden, teilte ein Sprecher am Montag mit. „Zu Details nimmt der DSV mit Verweis aufs schwebende Verfahren derzeit nicht Stellung“, hieß es weiter. Buschkow hat nach eigenen Angaben eine außerordentliche fristlose Kündigung vom DSV erhalten und will dagegen arbeitsrechtlich vorgehen.

Buschkow soll von Vorfällen gewusst haben

Über den Vorgang hatte zunächst der Journalist Hajo Seppelt via Twitter berichtet. Buschkow war im August im Zuge der Missbrauchs-Affäre um den ehemaligen Weltklasse-Springer Jan Hempel vorerst suspendiert worden. In einer Dokumentation der ARD unter dem Titel „Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport“ hatte Hempel erstmals die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen seinen 2001 gestorbenen langjährigen Trainer Werner Langer öffentlich gemacht. Demnach hatte Langer sich von 1982 bis 1996 an dem Olympia-Zweiten von Atlanta 1996 vergangen.

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In dem Film warf der heute 51 Jahre alte Hempel dem DSV und auch Buschkow vor, schon 1997 von den Vorwürfen gewusst, aber nichts Entscheidendes getan zu haben. Buschkow sagte damals der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er habe von den Vorwürfen erst in diesem August im Zuge der Veröffentlichung der Dokumentation erfahren. Laut Hempel soll Buschkow aber damals von der Bundestrainerin über die Vorfälle informiert worden sein.

„Das kann ich nicht bestätigen“, hatte Buschkow im August gesagt. Er war 1997 Bundestrainer Nachwuchs und Sichtung am Bundesstützpunkt in Berlin. „Ich habe für mich noch mal nachgeforscht und was ich sagen kann ist, dass wir als DSV-Trainer bei den Deutschen Meisterschaften 1997 in Berlin in einem offiziellen Gespräch von Ulla Klinger informiert wurden, dass aufgrund von persönlichen Differenzen mit sofortiger Wirkung Frank Taubert Jan Hempel trainieren wird“, meinte Buschkow. „Mehr wurde uns dazu nicht gesagt.“ (dpa)