Die Krise des SC Fortuna Köln in der 3. Liga spitzt sich zu. Nach einem fragwürdigen Elfmetertor in der Nachspielzeit kassierte die Mannschaft von Trainer Matthias Mink am Samstagnachmittag mit dem 1:2 (1:1) beim SV Waldhof Mannheim bereits die fünfte Niederlage in Folge. Mit nur zehn Punkten aus 13 Spielen geht der Aufsteiger als Tabellenvorletzter in die zweite Länderspielpause. „Es ist sehr, sehr schade. Wir waren auf Augenhöhe, das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt“, meinte Mink.
Die Südstädter starteten vor 9943 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion abwartend in die Partie und gerieten nach einer knappen halben Stunde nicht unverdient ins Hintertreffen. Nachdem Fortuna-Verteidiger Maximilian Fischer einen Mannheimer Angriff über die rechte Seite nicht energisch genug verteidigt hatte, staubte Terrence Boyd zur 1:0-Führung für die Kurpfälzer ab (29.). Doch die Kölner antworteten prompt: Romeo Aigbekaen glich nur drei Minuten später nach einem starken Vorstoß von Bennit Bröger zum 1:1-Pausenstand aus.
Aktuell prasselt viel auf uns ein. Damit müssen wir umgehen.
Nach dem Seitenwechsel zog sich die Fortuna weit zurück und ließ nur wenige zwingende Aktionen zu, wurde selbst aber ebenfalls kaum gefährlich. Ben Zich, der den erkrankten Lennart Winkler im Kölner Tor vertrat, verhinderte mit einer Glanztat gegen Boyd den erneuten Rückstand (54.). Auf der Gegenseite wurde Aigbekaen im letzten Moment geblockt (75.).
Als in der höhepunktarmen zweiten Halbzeit alles auf eine Punkteteilung hingedeutet hatte, kam Francisco Masca in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem leichten Schubser von David Haider im Kölner Strafraum zu Fall. Schiedsrichterin Davina Lutz entschied auf Elfmeter, den Julian Ulbricht sicher verwandelte. Mink wollte die umstrittene Entscheidung nicht näher kommentieren: „Es ist müßig. Aktuell prasselt viel auf uns ein. Damit müssen wir umgehen.“
