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Nagelsmanns letzter WM-TestElf DFB-Stars von Bayern und Stuttgart im Pokalfinale

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Manuel Neuer

Nummer eins bei der WM, Zuschauer beim Pokalfinale? Bei Manuel Neuer (r), hier bei seiner Auswechslung gegen Köln, zwickt weiter die Wade. (Archivbild)

Im DFB-Pokalfinale treffen elf WM-Nominierte aufeinander. Für sie ist es die Generalprobe vor den Augen des Bundestrainers.

Im Endspiel um den DFB-Pokal stehen sich elf WM-Nominierte gegenüber. Für sie ist es mehr als ein Titelkampf; es ist ein Testlauf vor den Augen des Bundestrainers.

Am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) wird das Berliner Olympiastadion zur Kulisse für das DFB-Pokalfinale, das gleichzeitig als bedeutende Bühne für die Weltmeisterschaft dient. Der Grund dafür ist, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann insgesamt elf Akteure des deutschen Meisters FC Bayern sowie des Titelverteidigers VfB Stuttgart in sein 26-köpfiges WM-Aufgebot nominiert hat.

In Berlin treten die sieben Münchner Manuel Neuer, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Leon Goretzka, Jamal Musiala und Lennart Karl als Kontrahenten gegen die vier VfB-Profis Alexander Nübel, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Deniz Undav an. Erst ab Mittwoch werden sie bei der Vorbereitung in Herzogenaurach und später in Kanada, Mexiko und den USA zu Mannschaftskameraden. Es stellt sich die Frage: Wer präsentiert sich bereits in Turnierverfassung und auf wen sollte man ein besonderes Augenmerk legen?

Torwart-Frage: Neuer, Nübel oder doch Urbig?

Die Personalie Manuel Neuer zieht das größte Interesse auf sich. Der Fokus im Olympiastadion wird auf dem 40-jährigen Kapitän des FC Bayern liegen, der nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft vor zwei Jahren nun doch als Nummer eins sein fünftes WM-Turnier seit 2010 absolvieren soll.

Offen bleibt jedoch, ob die Beschwerden in Neuers linker Wade einen Einsatz in der Hauptstadt zulassen. Der Weltmeister von 2014 war diese Woche nicht in der Lage zu trainieren. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Trainer Vincent Kompany kein Risiko eingeht und Neuers potenzieller Nachfolger Jonas Urbig im Finale gegen den Noch-Stuttgarter Nübel antreten darf. Dies wäre ebenfalls ein Kräftemessen mit WM-Relevanz, denn Nagelsmann nimmt den 22-jährigen Urbig zusätzlich zu Neuer, Oliver Baumann und Nübel als Trainingstorwart mit nach Amerika.

Nicht nominierte Profis: Reaktion von Mittelstädt und Führich?

Bei der Besetzung der 26 WM-Plätze blieben auch einige Finalteilnehmer unberücksichtigt. Das VfB-Duo Maximilian Mittelstädt und Chris Führich wurde von Nagelsmann als „absolute Härtefälle“ bezeichnet. Beide zeigten sich zum Saisonabschluss in ausgezeichneter Verfassung. Es stellt sich die Frage, wie sie sich in die Sommerpause verabschieden – eventuell mit einer Trotzreaktion und als Pokalsieger?

Auch der junge Bayern-Spieler Tom Bischof (20) hatte sich vergeblich Hoffnungen auf eine Berufung gemacht. Er sei ebenfalls „supernah dran“ gewesen, erklärte der Bundestrainer, wurde jedoch vertröstet: „Er wird noch Turniere spielen.“

Findet Musiala im Finale zu alter Form zurück?

Die wichtigsten Offensivkräfte der Münchner auf dem Weg zum Double sind die WM-Teilnehmer Harry Kane (England), Michael Olise (Frankreich) und Luis Díaz (Kolumbien). Möglicherweise aber gelingt Jamal Musiala im Pokalendspiel eine herausragende Leistung.

In München wartet man nach seinem Beinbruch bei der Klub-WM 2025 weiterhin auf eine Leistungsexplosion von Musiala. Für Bundestrainer Nagelsmann stellt der 23-Jährige dennoch eine Schlüsselfigur für die deutsche WM-Mission in Amerika dar.

„Jamal ist immer besser in Fahrt gekommen und wird immer mehr zu dem Spieler, der er vor der schweren Verletzung war“, sagte Nagelsmann. „Aber selbst wenn der Jamal nur bei 95 Prozent wäre, wäre er immer noch einer der außergewöhnlichsten Spieler, die dieser Planet hat.“

Zentrales Mittelfeld: Stiller im Duell mit Pavlovic

Die beiden in München geborenen Aleksandar Pavlovic (22) und Angelo Stiller (25) konkurrieren um eine Position im Mittelfeld. Während Stiller, der im Stuttgarter Spiel als zentrale Figur agiert, lange um seine Teilnahme am WM-Kader fürchten musste, hat sich Pavlovic im Starensemble der Münchner durchgesetzt und dabei sogar Nationalmannschaftskollege Leon Goretzka den Rang abgelaufen.

Der Konkurrenzkampf zwischen Pavlovic und Stiller könnte sich beim DFB fortsetzen. „Es sind die beiden stabilsten tiefen Sechser, die wir in der Bundesliga haben“, äußerte sich Nagelsmann bei der Nominierung über die beiden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.