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„Ich finde es arm“Jürgen Klopp rüffelt TV-Reporter auf DFB-PK

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Bundestrainer Jürgen Klopp sitzt auf dem Podium.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat seinen ersten DFB-Kader bekanntgegeben. 

Bei der Vorstellung seines ersten Kaders für die deutsche Nationalmannschaft sorgte Jürgen Klopp nicht nur mit 44 Spielern für Aufsehen.

Jürgen Klopp hat am Donnerstag (17. September) auf dem DFB-Campus in Frankfurt seinen ersten Kader als Bundestrainer vorgestellt. Der 59-Jährige überraschte mit einem ungewöhnlichen Modell: Er nominierte 44 Spieler, die er in zwei separate Aufgebote für die vier anstehenden Nations-League-Spiele aufteilte.

Die PK verlief sehr lebendig. Der ehemalige Trainer des FC Liverpool berichtete von unterhaltsamen Telefonaten mit Debütanten und begründete einzelne Entscheidungen. Es gab jedoch auch kritische Stimmen zu den geleakten Informationen.

Jürgen Klopp erteilt Sky-Reporter Rüffel bei Kader-PK: „Leaks finde ich arm“

Im Verlauf der Runde äußerte sich der neue Bundestrainer zu vorzeitigen Informationen und Medienberichten. „Grundsätzlich sind mir Leaks egal“, polterte Klopp sinngemäß los. Er finde es jedoch „arm“, wenn jemand sein Geld damit verdiene, Informationen vorzeitig preiszugeben.

Viele Beobachter verstanden die Bemerkung als Seitenhieb gegen Sky-Reporter Florian Plettenberg, der für seine exklusiven Meldungen bekannt ist. In den sozialen Medien machte der Ausschnitt schnell die Runde.

Bereits zu Beginn der Pressekonferenz trug Klopp eine schwarze Basecap mit dem Schriftzug „Einer von 83 Millionen“. Als es um die Bedeutung und mögliche Weitergabe der Kappen ging, antwortete er auf Nachfragen – unter anderem von Sky – mit Verweis auf Compliance-Regeln. Die Mützen seien ein Geschenk, dürften nicht verkauft werden und müssten entsprechend geprüft werden. Klopp blieb dabei ruhig, aber bestimmt, und machte klar, dass er die Regeln des Verbandes ernst nimmt.

Dagegen steht Klopps Doppel-Nominierung mit Wow-Effekt und gleich 16 möglichen Debütanten im 44-köpfigen, zweigeteilten XXL-Aufgebot für einen echten Aufbruch. „Nach der WM konnte man denken, wir lägen am Boden und hätten kein Talent. Wir haben ganz viele Fußballtalente gefunden“, sagte Klopp. Bei seinem Speed-Dating wolle er nun „so viele Spieler wie möglich kennenlernen“ – und damit den Neustart weiter vorantreiben. (mbr)