Abo

Nach Dotchevs VorahnungViktoria Köln unterliegt bei 1860

2 min
Pavel_Dotchev

Viktoria-Trainer Pavel Dotchev sollte mit seiner Vorahnung vor dem Spiel in München Recht behalten.

München/Köln – Pavel Dotchev umtrieb schon vor dem Auswärtsspiel des Drittligisten FC Viktoria Köln beim TSV 1860 München so eine Vorahnung: „Gegen robuste Mannschaften tun wir uns ja immer recht schwer“, unkte Kölns Trainer Augenblicke vor dem Anpfiff. „Ich gehe mal davon aus, dass wir auch heute Probleme bekommen.“ Und der Coach sollte Recht behalten. Die Viktoria verlor in der bayerischen Landeshauptstadt mit 2:4 (0:2), wartet inzwischen seit sechs Partien auf einen Sieg und hat sich ein wenig in eine Art Herbstblues hinein manövriert.

Köln gerät früh in Rückstand

Bereits nach wenigen Minuten war das taktische Konzept des Aufsteigers über den Haufen geworfen. Eine Hereingabe von der linken Seite nutzte Ex-Bundesliga-Stürmer Sascha Mölders zur frühen Münchener Führung (5.) – sowohl Lars Dietz als auch der zweite Viktoria-Innenverteidiger Tobias Willers waren zuvor nicht konsequent in ihre Zweikämpfe gekommen. Die „Löwen“ blieben bissig, erneut Mölders scheiterte anschließend am famos reagierenden Höhenberger Torwart Daniel Mesenhöler (20.). Mit der kernigen Spielweise der abstiegsbedrohten Sechziger kamen die Gäste in der Folge überhaupt nicht zurecht und konnten ihrerseits kaum Nadelstiche setzen. Die Konsequenz: Stefan Lex erhöhte nach einem Mesenhöler-Patzer noch vor der Pause auf 2:0 (31.). 

Das könnte Sie auch interessieren:

Zwar schaffte Köln durch Kevin Holzweiler den vermeintlichen Anschluss, Schiedsrichter Frank Willenborg entschied zum Entsetzen der Gäste aber auf Abseits (37.). André Dej soll einen Münchener Abwehrspieler zuvor im Abseits stehend behindert haben, Kölns Sportlicher Leiter Marcus Steegmann bewertete die Situation anders: „Dej blockt niemanden weg und steht einfach da. Viele Schiedsrichter haben so ein Tor schon gegeben.“ Nach Wiederanpfiff mühte sich das Dotchev-Team redlich und wurde durch einen Treffer von Simon Handle auch mit dem 1:2 belohnt (70.). Der Ausgleich lag plötzlich in der Luft, erneut Mölders machte jedoch den Deckel drauf und entschied die Begegnung endgültig (80.). Aaron Berzel erhöhte gar auf 4:1 (83.), Albert Bunjaku betrieb noch Ergebniskosmetik (86.).