München/Köln – Lothar Matthäus malt ein düsteres Bild für alle Fans des FC Bayern München. Der Rekord-Nationalspieler rechnet fest mit einem Ende der Bayern-Dominanz in der Fußball-Bundesliga.
Nach zehn Meisterschaften in Serie werde der Rekordmeister in den kommenden fünf Jahren nicht mehr durchmarschieren, prognostizierte der 61-Jährige in der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Ich glaube, dass die Dominanz des FC Bayern nachlassen wird, da man in den Planungen Fehler gemacht und nicht so vorausschauend gearbeitet hat wie in den Jahren zuvor“, schrieb Matthäus.
Ottmar Hitzfeld widerspricht Lothar Matthäus
„Viel zu oft ist der Verein bei Gesprächen zu spät dran, siehe nun Robert Lewandowski. Natürlich kann Bayern noch Spieler dazu holen. Die Frage ist: Haben diese auf und neben dem Platz die Bayern-München-Qualität, die DNA, die dieser Verein braucht?“, argumentierte Matthäus und schloss: „Ich würde mich festlegen: In den nächsten fünf Jahren wird Bayern nicht fünfmal Meister, sondern nur dreimal!“

Die Führungsriege des FC Bayern München in der Allianz Arena in München.
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So kritisch sieht es Ottmar Hitzfeld nicht. Die Vertragsverhandlungen mit den Leistungsträgern Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski und Serge Gnabry seien zwar „eine gewaltige Aufgabe“, doch der frühere Münchner Meistercoach betonte auch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren nachlassen wird.“
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hält sich zurück
Derselben Meinung ist Matthias Sammer, der als Berater beim Rivalen Borussia Dortmund arbeitet. „Bei Bayern gibt es nur: Sieg oder Katastrophe! Das wirkt sich auf Geist, Spirit und Mentalität jedes Spielers aus“, sagte der frühere Sportdirektor der Bayern: „Gibt es ein Scheitern, wird alles hinterfragt. Bei anderen Vereinen herrscht eine andere Denkweise vor. Dort gibt man sich mit kleineren Erfolgen schon zufrieden, Misserfolge werden schöngeredet.“
FC Bayern München zum zehnten Mal in Folge Deutscher Meister
Während BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke keine „vollmundigen Parolen“ aussprechen wollte, legte sich Amtskollege Oliver Mintzlaff von RB Leipzig bezüglich des Meistertitels immerhin zeitlich fest: „Wenn wir den bisherigen Weg so beharrlich weitergehen, sollte es möglich sein, dies vor 2032 zu schaffen.“
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Mit dem Sieg über Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende machte der FC Bayern München bereits die Meisterschaft perfekt. Es ist der zehnte Titel in Serie. (mbr/dpa/sid)


