Die DFB-Elf in der Einzelkritik: Neben einem überragenden Musiala gab es Licht und Schatten bei Neuers Rückkehr.
Musiala glänzt, Sané fällt abDie deutsche Elf in der Einzelkritik nach dem WM-Spiel

Die erste deutsche Startelf bei der WM 2026.
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Manuel Neuers Rückkehr ins Tor war von einem frühen Gegentreffer gekennzeichnet. Abgesehen von diesem ersten Schuss wurde der Schlussmann nur selten geprüft. Er agierte daraufhin vor allem als Motivator für die Anhänger. Wirkliche Herausforderungen werden für ihn erst noch folgen.
Einerseits lieferte Joshua Kimmich eine herausragende Vorlage für Jamal Musialas Tor und bereitete zudem den Treffer von Deniz Undav vor. Andererseits unterliefen ihm eine untypisch hohe Zahl an Fehlern. Zudem hatte er beim Gegentreffer Pech, als der Ball von ihm abgefälscht wurde.
Defensive zeigte untypische Unsicherheiten
Jonathan Tah machte während einer unübersichtlichen Phase im ersten Durchgang ebenfalls untypische Fehler und fiel durch Beschwerden beim Unparteiischen auf, fand im weiteren Verlauf jedoch zu seiner üblichen Sicherheit. Sein Nebenmann Nico Schlotterbeck wirkte beim Gegentreffer unglücklich, zeigte sich ansonsten aber engagiert in der Balleroberung. Er markierte per Kopf seinen Premierentreffer im Nationaltrikot, dessen Jubelgeste als deutliches Zeichen interpretiert wurde.
Auf der linken Außenbahn bestätigte Max Brown das in ihn gesetzte Vertrauen von Julian Nagelsmann. Mit seiner Schnelligkeit überzeugte der dynamische Außenverteidiger und belohnte seine starke Leistung mit dem ersten Tor im Trikot der Nationalmannschaft.
Musiala als herausragender Akteur im Zentrum
Aleksandar Pavlovic fand im Mittelfeld lange nicht zu seinem üblichen Einfluss auf das Geschehen, zeigte sich jedoch einsatzfreudig und kam wiederholt in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Im Gegensatz dazu fand Felix Nmecha rasch in die Partie und markierte kraftvoll seinen ersten Treffer bei der WM. Seine körperliche Anwesenheit war für die Mannschaft von Bedeutung; überdies erwirkte er den Strafstoß vor dem Pausenpfiff. Bei diesem Turnier hat er das Potenzial, sich zu einem Anführer zu entwickeln.
Für Jamal Musiala war es die beste Leistung im Nationaltrikot seit seiner schweren Beinverletzung. Er präsentierte sich physisch widerstandsfähig und krönte mehrere beeindruckende Dribblings mit einem eigenen Treffer. Florian Wirtz stellte die gegnerische Defensive mit seiner Geschwindigkeit und technischen Finesse ebenfalls vor große Probleme. Er brillierte im Zusammenspiel mit Nmecha, zeigte bei eigenen Torschüssen jedoch nicht die nötige Entschlossenheit. Leroy Sané konnte sich hingegen nicht für zukünftige Einsätze von Beginn an empfehlen. Zu häufig agierte er in seinem charakteristisch gemächlichen Tempo und ließ zwei hochkarätige Gelegenheiten ungenutzt.
Havertz und Undav beweisen Torjägerqualitäten
Kai Havertz war in der Offensive anfangs noch auf der Suche nach seiner Rolle, erzielte dann jedoch zwei Tore. Ähnlich wie bei der Europameisterschaft im eigenen Land verwertete er einen Strafstoß sicher und sorgte zudem für den Endstand. Deniz Undav benötigte als Einwechselspieler nur etwa eine halbe Stunde. Der Angreifer aus Stuttgart legte Browns Treffer mit der Hacke auf und war danach selbst erfolgreich.
Im zweiten Spielabschnitt wurden auch David Raum, Leon Goretzka, Antonio Rüdiger und Waldemar Anton eingewechselt. Raum fand nach seiner Hereinnahme zügig ins Spiel, muss sich im Konkurrenzkampf mit Brown um die Position des linken Verteidigers momentan jedoch hinten anstellen. Es wird erwartet, dass Goretzka, Rüdiger und Anton ihre Aufgaben als Reservespieler zuverlässig wahrnehmen werden. (dpa/red)
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