Pyro-Einsatz im Pokalfinale: Dichter Rauch sorgte für eine Unterbrechung und kuriose Bilder in der TV-Übertragung.
Pyrotechnik sorgt für ChaosUnterbrechung bei Bayern-Sieg – Kommentator erkennt Spieler nicht

In beiden Kurven, hier der Bayern-Fanblock, wurde in der 50. Minute gleichzeitig Pyrotechnik abgebrannt.
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Der Einsatz von Pyrotechnik beim DFB-Pokalfinale hatte eine Spielunterbrechung und massive Beeinträchtigungen der Sicht zur Folge.
Im Endspiel des DFB-Pokals standen sich der FC Bayern München und der VfB Stuttgart gegenüber. Durch einen Hattrick von Harry Kane (55., 80., 90.+2/Handelfmeter) holte sich der Rekordmeister erstmals seit sechs Jahren wieder den Titel und das 14. Double der Vereinsgeschichte.
Die Partie wurde zwischenzeitlich durch einen großangelegten Einsatz von Pyrotechnik seitens der Fans beeinträchtigt. Ungefähr 50 Minuten nach dem Anpfiff der Partie entzündeten Anhänger beider Vereine in ihren jeweiligen Kurven eine große Anzahl an Bengalos. Dies führte zu einer erheblichen Rauchentwicklung innerhalb des Olympiastadions.
Reporter kämpft mit Identifizierung der Spieler
Als direkte Konsequenz zeigten sich auffällige optische Erscheinungen in der Live-Übertragung. Sichtbar wurden helle Linien auf den Fernsehgeräten, die nicht auf eine technische Störung zurückgingen, sondern eine Folge der Rauchschwaden waren.
Philipp Sohmer, der Kommentator der ARD-Übertragung, gab dem Fernsehpublikum eine Erklärung für die Erscheinung. „Wundern Sie sich nicht. Die Striche, die Sie da sehen, das ist die projizierte Beleuchtung, die das Dach hier im Olympiastadion grün färbt“, sagte Sohmer. Er ergänzte: „Die Strahler stehen unten und die Lichtstrahlen werden jetzt eben sichtbar durch den Rauch.“
Während die leuchtenden Linien noch erkennbar waren, gelang Harry Kane in der 55. Spielminute der Führungstreffer für seine Mannschaft. Aufgrund der sich stetig verschlechternden Sichtbedingungen sah sich der Unparteiische Sven Jablonski kurz darauf genötigt, das Spiel zu unterbrechen. „Ist jetzt echt Quatsch hier mit dem Rauch. Auch im Stadion schwer zu sehen“, bemängelte Sohmer die Umstände.

In der Live-Übertragung des DFB-Pokalfinals tauchten zunächst merkwürdige Streifen auf. Kurz darauf musste das Spiel wegen der Rauchschwaden für einige Minuten unterbrochen werden.
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Selbst nach Fortsetzung der Begegnung hatte der Reporter weiterhin mit den Auswirkungen des Rauchs zu tun. Während einer Offensivaktion der Bayern-Mannschaft konnte er den Spieler am Ball nur mit Schwierigkeiten ausmachen: „Den da hinten, den sehe ich kaum, wer das ist. Jamal Musiala!“, rief der Kommentator.
Wenig später musste er seine Aussage bezüglich eines Spielers revidieren. Zunächst hatte er von einer „Riesenchance“ für Konrad Laimer berichtet, korrigierte sich aber nach Betrachtung der Wiederholung: „Luis Díaz war’s. Entschuldigen Sie bitte. Der Nebel ist hier wirklich so stark, dass man die andere Seite nicht richtig sehen kann.“
Fan-Proteste gegen den Fußball-Bund
Der koordinierte Einsatz von Leuchtfackeln war Bestandteil einer Protestkundgebung der aktiven Fans, die mit Beginn der zweiten Spielhälfte durchgeführt wurde. Der Unmut richtete sich, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldete, gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB).
Bereits im Vorfeld der Pyro-Aktion hatten die Anhänger mit Gesängen und Spruchbändern ihren Unmut kundgetan. Ein großes Transparent, auf dem ein durchgestrichenes DFB-Logo und die Begriffe „Kläger, Richter, Henker“ abgebildet waren, wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit im unteren Rang des Stadions herumgereicht. Die Kritik der Anhängerschaft zielte neben den hohen Kosten für die Eintrittskarten des Finales auch auf die ihrer Meinung nach zu rigide Vorgehensweise des Verbandes bei Vergehen von Fans ab. (red)
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