Der FC Schalke 04 hat sein negatives Eigenkapital verringert. Eine neue Regelung der DFL bewahrt den Klub vor einer Bestrafung in Form von Punktabzug.
FC Schalke 04Verbindlichkeiten reduziert, Punktstrafe abgewendet

Schalke 04 präsentierte erneut ein positives Finanzergebnis. (Archivbild)
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Finanzvorständin Rühl-Hamers äußert sich zuversichtlich zur Entwicklung
Der mit hohen Verbindlichkeiten kämpfende Zweitligist FC Schalke 04 konnte sein negatives Eigenkapital abermals reduzieren und vermeidet eine drohende Punktstrafe. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, informierte Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers, dass der Fehlbetrag, der nicht durch Eigenkapital gedeckt ist, gesunken sei. Ein Konzernüberschuss von 2,5 Millionen Euro in der ersten Hälfte der Saison 2025/2026 führte zu einer Verringerung von 99,1 Millionen auf 96,6 Millionen Euro.
Die Erlöse aus dem Sponsoring wurden von 18,2 Millionen auf 20,4 Millionen Euro gesteigert, und auch die Einnahmen aus dem Merchandising erhöhten sich von 9,4 Millionen auf 11,2 Millionen Euro. Demgegenüber sanken die gesamten Umsatzerlöse leicht von 95 Millionen auf 83,5 Millionen Euro. Als Ursache hierfür gelten hauptsächlich weniger Sonderveranstaltungen in der Arena. Zusätzliche Einnahmen hatten im Vorjahreszeitraum beispielsweise die EM und Auftritte von Taylor Swift sowie Rammstein generiert.
Neue DFL-Vorschrift verhindert Sanktionen für Schalke
„Das Ergebnis liegt absolut im Rahmen unserer Erwartungen. Im Veranstaltungsgeschäft haben wir 2025 wieder ein normales Jahr erlebt – das zeigt der Vergleich mit 2023“, erläuterte Rühl-Hamers. Sie betrachtet die Entwicklung des Klubs als positiv: „Dank unserer Anstrengungen im Gesamtverein werden wir die Eigenkapitalregel der DFL auch für 2025 erfüllen – das gibt uns Sicherheit für die nächste Saison.“
Dem Verein kommt dabei eine im Dezember von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geänderte Vorschrift zugute. Anstelle einer jährlichen Erhöhung des Eigenkapitals um wenigstens fünf Prozent wird nun ein Drei-Jahres-Zeitraum betrachtet. Obwohl der Klub die Fünf-Prozent-Marke für das einzelne Jahr verfehlte, konnte die Auflage durch die kumulierte Betrachtung der Jahre 2023, 2024 und 2025 erfüllt werden, wodurch eine Punktstrafe abgewendet wurde.
Finanzielle Aussichten je nach Ligazugehörigkeit
Die zukünftigen Prognosen des Vereins sind von der Ligazugehörigkeit abhängig. Sollte der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga im Unterhaus verbleiben, prognostiziert Schalke für das Geschäftsjahr 2025/2026 ein ausgeglichenes Ergebnis oder einen geringen Gewinn. Bei einem Aufstieg in die Bundesliga rechnet der Verein hingegen mit einem leichten Defizit im niedrigen einstelligen Millionenbereich oder einem ausgeglichenen Resultat, was hauptsächlich auf aufstiegsbedingte Kosten zurückzuführen wäre. (red)
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