Der BVB gewinnt zum Abschluss 2:0 in Bremen, wo trotz Klassenerhalts über die sportliche Führung diskutiert wird.
BVB gewinnt in BremenGuirassy und Couto treffen zum 2:0-Sieg am letzten Spieltag

Niko Kovac und Borussia Dortmund beendeten die Saison auf Platz zwei.
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Zum Abschluss der Bundesliga-Saison konnte Borussia Dortmund einen Erfolg verbuchen. Bei Werder Bremen siegte der Vizemeister am finalen Spieltag mit 2:0 (0:0). Nachdem Torjäger Serhou Guirassy in der 59. Minute per Kopfball die Führung markiert hatte, besiegelte der eingewechselte Yan Couto in der Nachspielzeit (90.+5) den Endstand.
Die Niederlage zog für Werder Bremen keinerlei sportliche Folgen nach sich. Bereits am Wochenende zuvor hatte die Elf von Coach Daniel Thioune den Verbleib in der Liga sichergestellt. Ebenso hatte die Partie für den BVB keine tabellarische Relevanz mehr.
Kovac bewertet Saison positiv trotz Ausscheiden in der Champions League
Schon vor dem Anpfiff äußerte sich Dortmunds Trainer Niko Kovac zufrieden über den Verlauf der Spielzeit. „Wenn ich alles zusammenfasse, sind wir mit dem Gezeigten in dieser Saison sehr zufrieden“, äußerte der Übungsleiter des BVB. Lediglich das Scheitern in den Playoffs für das Achtelfinale der Champions League gegen Bergamo trübte die Bilanz. Damals unterlag der BVB im Rückspiel mit 1:4, nachdem das Hinspiel mit 2:0 gewonnen worden war.
Bei den Bremern war die Erleichterung spürbar, am finalen Spieltag nicht mehr um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. „Es gab nichts zu feiern, aber ein gewisses Durchschnaufen war schon da“, gestand Werder-Coach Daniel Thioune.
Debatte über die sportliche Leitung bei Werder Bremen
Für die kommenden Wochen ist an der Weser die Zusammenstellung eines Teams geplant, das erneut höheren Erwartungen gerecht wird. Clemens Fritz, der Sport-Geschäftsführer, soll hierfür weiterhin die Hauptverantwortung innehaben, obwohl er aufgrund seiner Personalentscheidungen kritisiert wird. Während der Begegnung mit Dortmund machten Anhänger mittels Spruchbändern ihre Forderungen nach personellen Veränderungen deutlich.
Solche Veränderungen sind jedoch aller Voraussicht nach nicht zu erwarten. „Mein Vertrauen genießt er immer, ich bin von ihm überzeugt“, äußerte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, gegenüber Sky. „Clemens, ich, wir alle haben auch Fehler gemacht. Das haben wir selbstkritisch eingeräumt. Aber ich glaube, die Lernkurve, die Clemens durchlaufen hat, wird ihm in der Zukunft helfen“, fügte Filbry hinzu.
Filbry betonte, dass die Verpflichtung von Trainer Daniel Thioune auf Fritz zurückgehe. „Dazu werden wir demnächst auch ein paar andere Sachen kommunizieren, die für uns positiv sind. Insofern wird es mit ihm sicherlich auch weitergehen“, erläuterte er. Das letzte Wort bezüglich dieser Personalfrage hat allerdings der Aufsichtsrat.
Dortmund lässt Gelegenheiten aus, dann schlägt Guirassy zu
Die fehlende sportliche Bedeutung für beide Mannschaften spiegelte sich im Spielverlauf wider. Vor 41.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion kam es zu einer lebhaften Begegnung, bei der die Dortmunder die überlegenen Tormöglichkeiten besaßen. Bremens Torhüter Mio Backhaus wehrte jedoch erst einen Versuch von Guirassy und Samuele Inacio ab (6. Minute) und war kurz danach erneut gegen Guirassy zur Stelle (7.). Ein Tor von Amos Pieper für Werder fand aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung (28.).
Nach Wiederanpfiff konnte Backhaus zunächst zwei weitere Male gegen Guirassy klären. Rund eine Stunde war gespielt, als der Bremer Schlussmann schließlich doch geschlagen war: Guirassy erzielte per Kopfball das 1:0. Für den 2:0-Endstand und damit die endgültige Entscheidung war der eingewechselte Couto in der Nachspielzeit verantwortlich. (dpa/red)
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