Durch die Zeitverschiebung finden viele WM-Spiele in der Nacht statt. Hier gibt es zum Frühstück den Überblick.
WM-Nacht im ÜberblickMessi mit Rekord – auch andere Superstars liefern ab

Lionel Messi war in der Nacht zu Mittwoch
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Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist für viele Fans wegen der Zeitverschiebung eine echte Herausforderung. Hier gibt es den Überblick über die wichtigsten WM-News aus der deutschen Nacht von Dienstag auf Mittwoch.
Zwei Rekorde und ein Dreierpack: Lionel Messi hat beim 3:0 zum WM-Auftakt von Titelverteidiger Argentinien einmal mehr Geschichte geschrieben. Der Fußball-Weltstar kam zunächst als erster Spieler der Geschichte bei der sechsten WM zum Einsatz, egalisierte dann mit seinen Treffern gegen Algerien die 16-Tore-Rekordmarke von Miroslav Klose.
Messi zauberte in seinem 200. Länderspiel für die Albiceleste 78 Minuten lang, traf in der 17., 60. und 76. Minute. In Kansas City startete der Titelverteidiger damit anders als vor vier Jahren in Katar mit einem Sieg ins Turnier. Damals hatte Argentinien gegen Saudi-Arabien verloren.
Österreich rettet Sieg nach Arnautovic-Aufreger
Ralf Rangnick und seine Österreicher haben bei der lang ersehnten WM-Rückkehr mit viel Glück ihre Auftakthürde gemeistert. Die Mannschaft des deutschen Teamchefs bestand ihre erste Bewährungsprobe auf der großen Bühne gegen Neuling Jordanien nur mit Mühe und gewann beim Comeback nach 28 Jahren mit 3:1 (1:0) – das Ziel K.o.-Runde ist für Kapitän David Alaba und Co. nun greifbar.
Romano Schmid (20.) hatte zur Führung getroffen, Ali Olwan (50.) konnte für Jordanien ausgleichen. Doch Yazan Al-Arab mit einem Eigentor (77.) und Marko Arnautovic per Handelfmeter (90.+12) schenkten dem ÖFB-Team den Sieg.
„Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Rangnick, „Jordanien hat das richtig gut gemacht, hat uns das Leben schwer gemacht. Wir sind eigentlich erst Mitte der zweiten Halbzeit in unser Spiel reingekommen. Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber das war ein ganz, ganz schweres Stück Arbeit.“
Haaland-Doppelpack: Norwegen feiert erfolgreiche WM-Rückkehr
Erling Haaland schoss Norwegen zum ersten WM-Sieg seit 28 Jahren. Dank eines Doppelpacks des Mittelstürmers von Manchester City setzten sich die als Geheimfavorit gehandelten Skandinavier gegen den Irak mit 4:1 (2:1) durch. Der krasse Außenseiter aus dem Nahen Osten stand erstmals seit 40 Jahren wieder bei einer WM auf dem Platz und ist erst zum zweiten Mal qualifiziert.
Vor 63.106 Zuschauern brachte Haaland (29./43. Minute) Norwegen zweimal in Führung. Aymen Hussein (39.) hatten für den Irak zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach der Pause legte der eingewechselte Leo Östigard (76.) nach, in der Nachspielzeit unterlief Hussein (90.+7) ein Eigentor. Im ersten Spiel der Gruppe I hatte Frankreich dank zweier Treffer von Kylian Mbappé mit 3:1 gegen den Senegal gewonnen.
Visum für Mutter von Torwart-Held Vozinha möglich
Das Außenministerium der USA möchte der Mutter von Kap Verdes WM-Held Vozinha ein Visum ausstellen. Das sagte ein Sprecher laut eines Berichts von CNN. Der Torwart des Außenseiters hatte nach dem sensationellen 0:0 gegen Spanien erklärt, dass seine Mutter aufgrund der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht dabei sein konnte. Der 40-Jährige hatte unter anderem deshalb nach dem Schlusspfiff Tränen vergossen. Laut des CNN-Berichts liege das Problem auch darin, dass Vozinhas Mutter aktuell keinen gültigen Reisepass besitze. Sie sei aber dabei, sich einen zu beschaffen. Kap Verde trifft am Sonntag in Miami auf Uruguay.
Schotten trinken Boston leer
In Boston wird das Bier knapp, weil die schottische „Tartan Army“ die Stadt erobert. In Köln weckt das positive Erinnerungen und ruft selbst den 1. FC Köln auf den Plan. Die positiven Erlebnisse in beiden Städten veranlassten einen Nutzer auf der Plattform X zu der scherzhaften Befürchtung, es könne zwischen Köln und Boston zu „einem sehr bitteren Streit um das Sorgerecht für die Schotten“ kommen. Daraufhin reagierte der englischsprachige Account des Bundesligisten deutlich: „Niemand nimmt uns unsere Schotten weg.“
Teheran droht WM-Fans
Die Justiz im Iran beabsichtigt, juristisch gegen Fußballanhänger vorzugehen, welche bei der WM-Begegnung mit Neuseeland die Nationalhymne ignoriert und regimekritische Parolen skandiert hatten. Wie das dem Sicherheitsrat nahestehende Portal Nour News meldet, seien zahlreiche dieser Personen schon ermittelt worden.
Den Betroffenen droht die Konfiszierung ihres Eigentums im Iran. Die Justizbehörden planen zudem, bei den zwei folgenden WM-Partien des Nationalteams juristische Maßnahmen gegen protestierende Personen zu ergreifen und vergleichbare Strafen auszusprechen.
Müller schimpft über skandalöse Schiri-Entscheidung
Der für Frankreichs Superstar Kylian Mbappé nicht gegebene Strafstoß beim 3:1 gegen Senegal sorgt auch nach dem Schlusspfiff für Unverständnis. „Das ist einfach nur ein astreines Foul. Es ist für mich ein absolutes Rätsel, ja skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt“, sagte der deutsche Ex-Weltmeister Thomas Müller als Experte bei MagentaTV zur vieldiskutierten Szene im ersten Gruppenspiel des Weltmeisters von 2018.
In der 58. Minute war Mbappé in vollem Lauf nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden gegangen, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der im Iran geborene australische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Auf den TV-Bildern war eine Berührung zu sehen. (are/dpa)
