Die schottische „Tartan Army“ sorgt in Boston für einen Bierengpass. Der 1. FC Köln meldet humorvolle Ansprüche an.
„Euer Bier ist besser“Schotten machen in Boston, was sie in Köln nicht geschafft haben

Aktuell ein häufiges Bild in Boston: ein schottischer Fußball-Fan mit Dudelsack.
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In Boston wird das Bier knapp, weil die schottische „Tartan Army“ die Stadt erobert. In Köln weckt das positive Erinnerungen und ruft selbst den 1. FC Köln auf den Plan.
Die Videos und Fotos von schottischen Fußballanhängern in Kilts, die während der WM durch Boston ziehen, dürften vielen Menschen in Köln bekannt vorkommen. Die als „Tartan Army“ bekannte Fangemeinde sorgt momentan in der amerikanischen Stadt für Aufsehen.
Eine vergleichbare Situation erlebte die Domstadt vor zwei Jahren im Rahmen der Europameisterschaft. Seinerzeit hatten Tausende Schotten in Köln ihr Quartier aufgeschlagen und für eine ausgelassene Stimmung gesorgt. Henriette Reker, die zu jener Zeit als Oberbürgermeisterin amtierte, verabschiedete sie damals mit der Botschaft, jederzeit wieder willkommen zu sein.
Umsatzrekorde in Bostoner Kneipen
In diesem Sommer hat es die schottischen Anhänger jedoch nach Boston im US-Bundesstaat Massachusetts verschlagen. Auch dort begeistern sie die Einwohner und schaffen eine einzigartige Atmosphäre, wie etwa bei einem Besuch eines Spiels des Baseball-Teams Boston Red Sox. In sozialen Netzwerken wird bereits scherzhaft angeregt, die Region Neuengland in „Neuschottland“ umzutaufen.
Der Ansturm aus Nordeuropa ist für die lokalen Barbetreiber und Spirituosenhändler eine erfreuliche, aber auch fordernde Situation. Obwohl Boston durch seinen irischen Einfluss an trinkfeste Kundschaft gewöhnt ist, gaben am ersten WM-Wochenende mehrere Bars und Geschäfte an, dass populäre Biermarken wie Corona oder Budweiser restlos vergriffen waren.
„Wir sind seit 30 Jahren hier und so etwas haben wir noch nie erlebt“, sagte Noelle Somers, Managerin der Hennesy’s Bar, dem „Boston Globe“. Sie ergänzte: „Wir haben dreimal mehr Umsatz gemacht als am St. Patrick’s Day.“ Ähnlich wie in Köln präsentierten sich die schottischen Fans trotz des Alkoholkonsums als äußerst sympathische Gäste. „Sie haben den Spaß zurückgebracht, der zuletzt verloren gegangen ist“, so Somers.
1. FC Köln mischt sich in „Sorgerechtsstreit“ ein
Die positiven Erlebnisse in beiden Städten veranlassten einen Nutzer auf der Plattform X zu der scherzhaften Befürchtung, es könne zwischen Köln und Boston zu „einem sehr bitteren Streit um das Sorgerecht für die Schotten“ kommen. Der 1. FC Köln machte über seinen englischsprachigen Account seine Position deutlich. „Niemand nimmt uns unsere Schotten weg“, hieß es in dem Beitrag. Ein weiterer Kommentar sicherte den Schotten zu: „Bei uns dürft ihr länger aufbleiben.“
Die Zuneigung scheint gegenseitig zu sein, denn die Schotten haben die besondere Stimmung in Köln offenbar nicht vergessen. „Niemand nimmt uns Köln weg. Das ist unsere Heimat außerhalb der Heimat“, war die Antwort eines Fans auf den FC-Post. Ein anderer schrieb: „Verratet es nicht unseren neuen Freunden in Boston, aber euer Bier ist viel besser.“
Im Gegensatz zu Boston traten in Köln vor zwei Jahren allerdings keine Versorgungsengpässe bei Bier auf. Die Kölsch-Bestände wurden von den schottischen Besuchern damals nicht aufgebraucht; von leeren Fässern in den Brauhäusern wurde nicht berichtet.
In Boston verstärken einige Lokale nun ihr Personal. Damit soll eine bestmögliche Betreuung der Fußballtouristen gewährleistet werden, die sich im Durchschnitt deutlich länger in einer Gaststätte aufhalten als andere Kunden.
Die Stadt an der US-Ostküste stellt sich derweil auf die nächsten trinkfreudigen Anhänger ein, denn in einer Woche spielt England gegen Ghana. Auch in Köln kamen vor zwei Jahren nach den Schotten die Fans der „Three Lions“ in die Stadt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
