Mit dem strengen Coach Jalonen sind die Haie in der DEL so gut wie selten zuvor. Dem KEC fehlt nur noch ein Erfolg, um seinen Rekord von 13 Siegen nacheinander einzustellen.
Ein Sieg fehlt nochBandengeneral Jalonen und der Rekordlauf der Kölner Haie

Die Kölner Haie bejubeln die starken Ergebnisse der vergangenen Wochen
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Als Kari Jalonen Coach des SC Bern war, nannten sie ihn in den Schweizer Medien gern den „Bandengeneral“. Eine bildhafte Charakterisierung, um die starke, disziplinierte, taktisch kontrollierende und kompromisslose Art des finnischen Trainers zu beschreiben, der mit Bern 2017 und 2019 Schweizer Meister wurde. Mit den Kölner Haien, die er seit 2024 coacht, peilt Jalonen selbstverständlich ebenfalls den nationalen Titel an.
Ein Sieg fehlt zum Rekord
Zumal er den KEC nach der Saison verlässt und in die Heimat zurückkehrt, als Trainer in Tampere. Nach der Vizemeisterschaft 2025 bleibt ihm somit nur ein Versuch. Warum sollte es nicht gelingen? Zurzeit scheint der Bandengeneral sehr zufrieden mit dem Weg zu sein, den seine Mannschaft eingeschlagen hat.
Am Sonntag sprach er den Haien jedenfalls ein großes Lob aus: „Wir haben einen langen Auswärtstrip hinter uns, und ich finde, dass die gesamte Organisation einen großartigen Job gemacht hat. Nicht nur der Sport, sondern auch die Abteilungen drumherum“, sagte der 66-Jährige nach dem 3:1 des KEC in Augsburg. Zuvor hatten sie in Ingolstadt (5:4), Nürnberg (4:2) und Dresden (8:1) gewonnen.
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Die Haie haben insgesamt zwölfmal in Serie gesiegt, es fehlt nur noch ein Erfolg, um den Vereinsrekord einzustellen. Sowohl in der DEL-Saison 1995/96 als auch 2005/06 kamen die Haie jeweils auf 13 Siege nacheinander. In der Tabelle führen sie mit elf Punkten Vorsprung auf die Adler Mannheim und sind 13 Spiele vor Ende der Hauptrunde bereits für die Endrunde qualifiziert, zumindest für die Pre-Playoffs – denn es ist rechnerisch nicht mehr möglich, dass die Kölner auf den elften Rang zurückfallen.
Beim 3:1 gegen die kampfstarken Augsburger sah man einmal mehr, dass die KEC-Profis es momentan immer schaffen, auch engen und schwierige Spielen für sich zu entscheiden. Torhüter Janne Juvonen hielt stark, Maxi Kammerer glich kurz vor der ersten Pause aus. Patrick Russell traf im Powerplay – und Tanner Kero am Ende ins leere Panther-Tor. „Es ist eine gute Botschaft, dass wir einen Weg gefunden haben, die Partie zu gewinnen.“
Beim Blick in die Statistiken der Liga fällt zudem auf, dass die Haie mit Juvonen (Fangquote: 93,14 Prozent) und Felix Brückmann (91,10) das beste Torhüter-Duo der DEL haben. Der Däne Russell ist mit 49 Punkten (24 Tore, 25 Vorlagen) drittbester Scorer, das Powerplay der Haie ist mit einer Effizienz von 31,40 Prozent das zweitbeste hinter Mannheim (31,48). Bei den Powerplaytoren führt der KEC mit 38 vor den Adlern, die auf 34 kommen. Auch in der Fairplay-Tabelle steht der KEC gut da: Der Schnitt von 7,72 Strafminuten pro Begegnung ist der drittniedrigste der Liga – was die Disziplin des Kölner Teams unterstreicht.
Intensives Programm steht an
Für die Kölner Haie wird es nun darum gehen, die gute Form in der Olympiapause der Liga (27.1. bis 25.2.) nicht zu verlieren. Zuvor stehen für sie fünf Partien auf dem Programm, die nächste am Freitag (19.30 Uhr) in Bremerhaven. Danach folgen acht Hauptrundenspiele, bevor Mitte März die Playoffs beginnen. Damit sie nicht aus dem Rhythmus kommen, nehmen die Kölner vom 13. bis 15. Februar an einem Turnier im tschechischen Pardubice teil, Gegner sind der HC Dynamo Pardubice und die Straubing Tigers.
Bei dem Turnier werden die Haie wahrscheinlich ausnahmsweise auf ihren Bandengeneral verzichten müssen. Jalonen wird bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Eishockey-Wettbewerbe für das finnische Fernsehen kommentieren. Auf dem olympischen Eis werden die Kölner Moritz Müller und Parker Tuomie für die DEB-Auswahl aktiv sein, für Dänemark Russell und Frederik Storm.


