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EishockeyQuartett der Kölner Haie darf sich auf Olympia freuen

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PENNY DEL: Iserlohn Roosters - Kölner Haie Iserlohn, 30.12.2025 Parker Tuomie Kölner Haie, Sturm, 62 Robin van Calster Kölner Haie, Sturm, 5 Moritz Müller Kölner Haie, Verteidigung, 91 Jan Luca Sennhenn Kölner Haie, Verteidigung, 17 PENNY DEL: Iserlohn Roosters - Kölner Haie am 30.12.2025 in der Eisporthalle Iserlohn in Iserlohn Deutschland. *** PENNY DEL Iserlohn Roosters Kölner Haie Iserlohn, 30 12 2025 Parker Tuomie Kölner Haie, offense, 62 Robin van Calster Kölner Haie, offense, 5 Moritz Müller Kölner Haie, defense, 91 Jan Luca Sennhenn Kölner Haie, defense, 17 PENNY DEL Iserlohn Roosters Kölner Haie on 30 12 2025 at Eisporthalle Iserlohn in Iserlohn Germany Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/AndreasxDickx

Stehen im deutschen Olympia-Aufgebot: Parker Tuomie (2. v. links) und Moritz Müller (2. v. rechts)

Moritz Müller und Parker Tuomie gehören zum deutschen Kader, für Dänemark werden Patrick Russell und Frederik Storm aufs Eis gehen.

Im Eishockey ist – wie in den meisten anderen Sportarten – die Teilnahme an Olympischen Spielen für jeden Sportler das Größte. Von den Kölner Haien werden im Februar vier Profis ein solches Karriere-Highlight erleben dürfen. Der dänische Verband nominierte die KEC-Stürmer Frederik Storm (36) und Patrick Russell (33) für das olympische Turnier im Rahmen der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar).

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft darf erwartungsgemäß Verteidiger Moritz Müller (39) mit dem Adler auf der Brust aufs olympische Eis gehen, zum dritten Mal in seiner Karriere nach 2018 (Pyeongchang) und 2022 (Peking). Erstmals gehört auch Angreifer Parker Tuomie (30) zum deutschen Aufgebot – was eine Überraschung ist, da die teaminterne Konkurrenz in der Offensive groß ist.

Parker Tuomies Stärke ist die Variabilität

Tuomie, der seit 2024 für den KEC spielt, überzeugte Bundestrainer Harold Kreis nicht nur durch seinen Kampfgeist, sondern auch durch seine Vielseitigkeit: Unterzahl, Überzahl, erste oder vierte Reihe – Tuomie ist überall einsetzbar. „Ich freue mich riesig, Teil der Olympia-Mannschaft zu sein“, sagte Tuomie, der in dieser DEL-Saison in 23 Partien auf 17 Scorerpunkte (sechs Tore, elf Vorlagen) kommt. „Als ich den Anruf von Harold Kreis bekommen habe, konnte ich es zunächst nicht wirklich glauben. Es ist eine sehr große Ehre für mich. Meine Familie wird beim Turnier auch vor Ort sein. Dieses Erlebnis mit ihnen teilen zu können, macht es umso schöner.“

Müller, der 2022 deutscher Kapitän war, meinte: „Es ist etwas Besonderes für mich, dass das Turnier so nah an der Heimat ausgetragen wird und meine Familie dabei sein kann. Dazu hat dieses Turnier mit der Teilnahme der NHL-Spieler noch einmal einen besonderen Glanz, sich mit den Besten der Besten zu messen. Da mit 39 Jahren noch einmal dabei sein zu dürfen, freut und ehrt mich sehr.“

Die NHL pausiert für Olympia

Die National Hockey League (NHL), die beste Eishockey-Liga der Welt, pausiert erstmals seit den Winterspielen 2014 in Sotschi wieder für Olympia. Zuvor tat sie es 1998 (Nagano), 2002 (Salt Lake City), 2006 (Turin) und 2010 (Vancouver). Für die DEB-Mannschaft werden in Mailand, wo die olympischen Eishockeyspiele stattfinden, alle deutschen, in Nordamerika aktiven Profis auflaufen. Darunter der Kölner Superstar Leon Draisaitl (30) von den Edmonton Oilers, der zum ersten Mal seit 2019 wieder das deutsche Trikot tragen wird. Philipp Grubauer (Seattle Kraken), JJ Peterka (Utah Mammoth), Lukas Reichel (Vancouver Canucks), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Joshua Samanski (Edmonton Oilers), Wojciech Stachowiak (Tampa Bay Lightning), Nico Sturm (Minnesota Wild) und Tim Stützle (Ottawa Senators) komplettieren die neunköpfige Gruppe der deutschen Nationalspieler aus der NHL.

Bundestrainer Kreis stellte fest: „Unsere Aufgabe bei der Kaderplanung war es, die Rollenverteilung im Olympia-Team zu definieren und aus unserer Sicht bestmöglich zu besetzen. Wir sind überzeugt, mit diesem Aufgebot nun die ideale Zusammenstellung des Kaders für die Olympischen Spiele gefunden zu haben.“

Haie-Duell zum Olympia-Auftakt

Die olympischen Gruppengegner der deutschen Mannschaft sind Dänemark, Lettland und die USA. Ihre erste Partie bestreitet die DEB-Auswahl am 12. Februar (21.10 Uhr) gegen die Dänen, sodass Müller und Tuomie direkt auf ihre Teamkollegen Storm und Russell treffen. Es folgen am 14. Februar (12.10 Uhr) das Duell mit Lettland sowie am 15. Februar (21.10 Uhr) die Partie gegen die USA. Während im dänischen Kader insgesamt fünf NHL-Spieler stehen und im lettischen sechs, besteht das US-Team ausschließlich aus Profis der Topliga.

Gleiches gilt für die Mannschaften aus Kanada und Schweden. Das Team des Titelverteidigers Finnland setzt sich – bis auf einen in der Schweiz aktiven Akteur – ebenfalls komplett aus NHL-Profis zusammen. Diese vier Nationen zählen zu den Favoriten auf die olympische Goldmedaille. Die deutsche Mannschaft, die 2018, als die NHL nicht vertreten war, Silber gewann, wird zur Gruppe der ambitionierten Herausforderer gerechnet.

Die weiteren Teilnehmer sind Frankreich, Tschechien, die Schweiz, Italien und die Slowakei. Im olympischen Turnier bestreiten alle zwölf Mannschaften zunächst jeweils drei Vorrundenspiele in ihren Gruppen, bevor alle gemäß ihrer Platzierungen in eine K.-o.-Runde einziehen, die am 22. Februar mit dem Spiel um die Goldmedaille endet.

Das deutsche Aufgebot für Olympia

Tor: Philipp Grubauer (Seattle Kraken/USA), Mathias Niederberger (Red Bull München), Maximilian Franzreb (Adler Mannheim).

Verteidigung (8): Moritz Seider (Detroit Red Wings/USA), Moritz Müller (Kölner Haie), Kai Wissmann, Jonas Müller, Korbinian Geibel (alle Eisbären Berlin), Leon Gawanke, Lukas Kälble (beide Adler Mannheim), Fabio Wagner (Red Bull München).

Sturm (14): Leon Draisaitl, Joshua Samanski (beide Edmonton Oilers), Tim Stützle (Ottawa Senators), John-Jason Peterka (Utah Mammoth), Nico Sturm (Minnesota Wild), Lukas Reichel (Vancouver Canucks), Wojciech Stachowiak (Tampa Bay Lightning), Dominik Kahun (Lausanne HC/Schweiz), Marc Michaelis, Justin Schütz, Alexander Ehl (alle Adler Mannheim), Frederik Tiffels (Eisbären Berlin), Parker Tuomie (Kölner Haie), Tobias Rieder (Red Bull München).