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3:4 gegen WolfsburgKölner Haie holen einen Punkt aus schwerem Spiel

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Andreas Thuresson (l.) gegen den Wolfsburger Jordan Murray Foto: imago/Gora

Köln/Wolfsburg – In Wolfsburg haben die Kölner Haie am Sonntag zwar kämpferisch überzeugt, die DEL-Partie aber mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:0/0:1) nach Penaltyschießen verloren. Immerhin einen Punkt gewannen sie damit. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gespielt. Kleinigkeiten haben über Sieg und Niederlage entschieden“, floskelte Haie-Kapitän Moritz Müller, Schütze des dritten Kölner Tors, bei „Magenta Sport“. Er sah frustriert aus, als er das sagte, es war ein schweres Spiel für die Haie, die sich das Leben selbst schwer gemacht hatten.

Im Kölner Tor stand Justin Pogge, seine Leistung war durchwachsen. Besonders bei den ersten beiden Wolfsburger Treffern sah der Kanadier nicht glücklich aus. Seine Vorderleute zeigten vollen Einsatz, arbeiteten emsig in der Offensive und erspielten sich Chancen, die sie aber deutlich weniger effektiv als der Gegner nutzten. 44:23 lautete die Torschussstatistik aus Sicht des KEC.

Haie in Wolfsburg mit sehr ansprechendem ersten Drittel

Wie am Freitag bei ihrer 1:3-Niederlage gegen Straubing spielten die Haie in Wolfsburg ein sehr ansprechendes erstes Drittel – und sie gingen in Führung: Nach einem Powerplay-Schlagschuss von Maury Edwards fälschte Alexander Oblinger die Scheibe leicht ab, sie flog vorbei an Dustin Strahlmeier im Tor der Grizzlys (12.). Das 1:1 durch Spencer Machacek fiel bei Überzahl (18.), am Anfang des zweiten Drittels ließ der Wolfsburger Stürmer bei Gleichzahl das 2:1 folgen (22.). Gerrit Fauser schoss das 3:1 für Wolfsburg (34.). Haie-Angreifer Andreas Thuresson hielt sein Team im Spiel, indem er kurz vor Ende des zweiten Drittels im Powerplay das zweite Kölner Tor markierte.

Zu Beginn des Schlussabschnitts kassierte Wolfsburgs Jordan Murray eine Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen eines Bandenchecks gegen Ferraro. Aus dem folgenden Powerplay, 80 Sekunden davon mit fünf gegen drei, wussten die Haie jedoch keinen Profit zu schlagen. Ihr kämpferischer Einsatz blieb dennoch vorbildlich und wurde schließlich belohnt: Nachdem David MacIntyre ein Bully in der Angriffszone gewonnen hatte, zog Müller humorlos von der blauen Linie ab – 3:3 (53.). Es blieb spannend bis zum Ende der regulären Spielzeit, die Haie überstanden noch ein Powerplay der Grizzlys.

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Nach torloser Verlängerung trafen im Penaltyschießen Tyler Gaudet und Trevor Mingoia für die Gastgeber, letzteren Treffer gaben die Schiedsrichter nach Videobeweis. Pogge hatte die Scheibe schon gehalten, sie aber noch über die Linie flutschten lassen. Bei den Haien vergaben Marcel Müller und Landon Ferraro. Am Freitag geht es für den KEC mit einem Heimspiel gegen München weiter.