Die neue DEL-Saison steht vor der Tür – und die Kölner Haie wollen wieder angreifen.
Neue Saison in der DEL Kölner Haie wollen Umbruch beim Titelverteidiger nutzen
Am Donnerstag startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in ihre 33. Saison.
Meister Eisbären Berlin eröffnet die Spielzeit mit einem Heimspiel gegen die Straubing Tigers (19.30 Uhr/MagentaTV), am Freitag starten dann auch die weiteren zwölf Klubs. Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Saisonstart.
Kölner Haie greifen in der DEL an
Was ist dieses Mal besonders?
Nach den Olympischen Spielen in der vergangenen Spielzeit steuert die DEL auch in dieser Saison auf ein Highlight zu: Die Heim-WM im Mai. Beim Turnier in Mannheim, Düsseldorf und Gelsenkirchen will der neue Bundestrainer André Rankel die jüngsten Enttäuschungen vergessen machen. Entsprechend werden sich in dieser Saison vor allem die deutschen Spieler zeigen müssen.
Wird Berlin wieder Meister?
Laut Statistik: Nein. Schon dreimal zuvor gelang einer Mannschaft wie nun Berlin in der DEL der Titel-Hattrick, einen vierten Titel in Serie holte noch niemand. Zudem gibt es vor dem Auftakt in der Hauptstadt zwei große Fragezeichen.
Nach dem Abschied von Erfolgstrainer Serge Aubin (51) steht mit Éric Dubois (56) ein neuer Coach hinter der Bande. Zudem wurde das Torwartteam nach den Abgängen von Jake Hildebrand (33, Mannheim) und Jonas Stettmer (24, Ingolstadt) nahezu komplett ausgetauscht. Ansonsten aber ist der Kern der Meistermannschaft noch zusammen, die Eisbären sind eingespielt. Heißt: Finden sich auch noch Dubois und die neuen Torhüter Jack Lafontaine (28) und Jonas Neffin (26) im Team zurecht, geht der Titel erneut nur über Berlin.
Wer fordert die Eisbären heraus?
Die Adler Mannheim lechzen nach der Vize-Meisterschaft weiter nach dem großen Wurf und verfügen über eine bemerkenswerte Kadertiefe. Bei den Kölner Haien steht mit Thomas Berglund (57) zwar ein neuer Trainer in der Verantwortung, ein starker Saisonstart in der Champions Hockey League und eine aufgerüstete Offensive stimmen die Kölner jedoch zuversichtlich.
Beenden die Kölner Haie 2026/2027 ihre Titel-Durststrecke?
Zudem will Red Bull München im zweiten Jahr unter Trainer Oliver David (48) und mit Rückkehrer Dominik Kahun (31) wieder oben angreifen. Der ERC Ingolstadt und die Straubing Tigers sind Kandidaten für einen Platz unter den ersten Sechs, vielleicht aber auch für mehr.
Wer kämpft gegen den Abstieg?
Die Krefeld Pinguine sind nach vier Jahren zurück in der DEL und werden den Blick naturgemäß erst einmal nach unten richten. Mit Thomas Popiesch (61) haben die Pinguine aber einen DEL-erfahrenen Trainer.
Überhaupt ist Krefeld mehr zuzutrauen als den Dresdner Eislöwen, die als Aufsteiger in der vergangenen Saison chancenlos wieder abgestiegen waren. Die Iserlohn Roosters müssen sich nach einem großen Umbruch neu beweisen. Bei den Löwen Frankfurt zeigte die Formkurve in den vergangenen Spielzeiten kontinuierlich nach unten – ein gefährlicher Trend.
Wieso wird vor dem Start auch über die NHL geredet?
Die nordamerikanische Liga trägt im Dezember zwei reguläre Saisonspiele in Düsseldorf aus. Besonders die Terminierung, die mit regulären Spieltagen der DEL und der DEL 2 zusammenfällt, stößt der DEL sauer auf. „Sie haben ihre Spiele angekündigt, isoliert, ohne Rücksprache mit den Klubs, mit uns oder dem DEB. Das geht spielplanmäßig gegen 28 Profiklubs hier in Deutschland“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke (58).
Wie wird gespielt?
Der altbewährte Modus bleibt bestehen: Jede der 14 Mannschaften bestreitet in der Hauptrunde 52 Spiele. Die ersten sechs Mannschaften der Tabelle sind anschließend direkt fürs Viertelfinale qualifiziert, die Plätze sieben bis zehn spielen in einer Qualifikationsrunde zwei weitere Teilnehmer aus. Die Hauptrunde endet am 7. März 2027. Die Playoffs beginnen drei Tage später. Der Meister steht spätestens am 30. April fest.
Wer überträgt die Spiele?
Die Deutsche Telekom überträgt auf MagentaTV wieder jedes Spiel live im Stream. DF1 zeigt eine Partie pro Woche im Free-TV. (sid)
