ZwischenbilanzDie Kölner Haie sind auf der Suche nach Konstanz

Lesezeit 3 Minuten
Trainer Uwe Krupp von Kölner Haie (4.v.r) verfolgt das Spiel hinter seinem Team.

KEC-Trainer Uwe Krupp gibt lautstark Anweisungen.

Nach knapp einem Drittel der Hauptrunde stehen die Kölner Haie im Mittelfeld der Tabelle. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Ein Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) müssen die Kölner Haie noch vor der Länderspielpause bestreiten, am Dienstag (19.30 Uhr) ist Tabellenführer und Titelfavorit Red Bull München Gegner des KEC in der Lanxess-Arena, und zwar bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit.

An das erste Duell mit dem dreimaligen Eishockey-Meister erinnern sich die Haie gern, denn beim Saisonstart am 15. September gelang den KEC-Profis in einem wilden Spiel ein 6:3-Sieg gegen München. „Nach fast 20 absolvierten Spielen ist die Tabelle schon aussagekräftig, München steht nicht ohne Grund auf dem ersten Platz“, meint Haie-Trainer Uwe Krupp. Für seine Mannschaft ist es die sechste Partie innerhalb von 13 Tagen. Knapp ein Drittel des Hauptrundenpensums mit 56 Spieltagen haben die Kölner absolviert – eine Zwischenbilanz.

Die Disziplin der Kölner Haie

Die Haie, die Tabellenrang sieben belegen, haben maximal drei Spiele nacheinander gewonnen, eine echte Serie ist ihnen also nicht gelungen, neun Siege und acht Niederlagen lautet die Bilanz. Etliche Male verloren die Haie wegen unnötiger Strafen – etwa für Fouls im Angriffsdrittel, die zu Gegentoren führten. Der Trend stimmt allerdings: In den jüngsten Partien gegen Mannheim (1:3) und Berlin (4:3) kassierten die Kölner Profis jeweils nur vier Strafminuten.

Wenn der KEC diszipliniert spielt, kann er sich mit den Topteams auf Augenhöhe auseinandersetzen. Die Niederlage in der engen Partie gegen die Adler am vergangenen Freitag war dadurch begründet, dass die Mannheimer Chancenverwertung effektiver war als die der Haie, denen am Ende Frische fehlte – angesichts der Belastungen durch den Spielplan und die Personallage. Es fehlten die verletzten Stürmer Nick Baptiste, Landon Ferraro und Mark Olver sowie Verteidiger Ryan Stanton, die allesamt auch gegen München passen müssen.

Nachverpflichtungen des KEC

Olver, der an einer Hüftprellung laboriert, soll nach der Pause am 18. November wieder einsatzbereit sein. Baptiste, der sich mit Rückenbeschwerden plagt, eventuell auch. Wann Ferraro (Leiste) zurückkehrt, ist nicht bekannt. Stanton befindet sich nach seinem Handgelenkbruch zwar im Aufbautraining, bis zu seinem Comeback werden aber noch drei bis fünf Wochen vergehen – kurz: Die Haie könnten Verstärkung gebrauchen, zumal viele der DEL-Rivalen momentan auf dem Transfermarkt zuschlagen.

„Wir befinden uns in einer Phase der Saison, wo viele Teams in ihrer Kaderplanung noch einmal nachlegen. Damit kann auf Verletzungen reagiert oder einfach der Kader noch einmal verstärkt werden, bevor es in den harten Dezember geht. Auch wir sondieren den Markt“, meint Krupp. Zwei von elf möglichen Ausländerlizenzen kann der Verein noch vergeben. Doch bislang hat ihm die Geschäftsführung keinen Etat dafür bewilligt.

Nationalspieler der Kölner Haie

Für den Deutschland Cup in Krefeld (11. bis 13. November) mit Länderspielen der DEB-Auswahl gegen die Slowakei, Dänemark und Österreich sind von den Haien Stürmer Maxi Kammerer (26), Verteidiger Jan Luca Sennhenn (21), ein Debütant, und Torwart Mirko Pantkowski (24) nominiert. Kapitän Moritz Müller (35) ist nicht dabei, der Defensivmann gilt aber als gesetzt für die WM im Frühjahr. Für den KEC ist es erfreulich, dass Kölner Profis überhaupt zur Auswahl stehen. In den letzten Jahren war Müller oft als einziger Hai international im Einsatz.

Nachtmodus
KStA abonnieren