Abo

Stürmer der Kölner HaieJustin Schütz: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft“

3 min
Kölns Justin Schütz Koeln im Zweikampf mit Alec McCrea von der DEG.

Kölns Justin Schütz Koeln im Zweikampf mit Alec McCrea von der DEG.

Der 23-jährige Stürmer, der aus München nach Köln gewechselt ist, spricht über die ersten Spiele mit dem KEC, die Ziele - und die Niederlage gegen Düsseldorf.

Herr Schütz, Sie haben nach Ihrem Wechsel aus München nach Köln Ihre ersten vier Spiele mit den Haien hinter sich, von denen Sie drei gewonnen haben. Wie sind Ihre Eindrücke?

Justin Schütz: Wenn man insgesamt auf die vier ersten Spiele blickt, können wir zufrieden sein. Ich hätte eigentlich gar nicht gedacht, dass es so gut läuft. Klar, im letzten Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf (3:4 n. P.) war es natürlich ein bisschen schwach von uns, dass wir das Spiel im dritten Drittel noch hergegeben haben. Nach dem 3:1 wollten wir unbedingt das 4:1 schießen, wir haben es zu sehr gewollt, waren vielleicht auch etwas übermotiviert. Und dann haben wir ein paar nicht so gute Entscheidungen getroffen. Aber daraus werden wir lernen.

Bei den drei Heimspielen in der Lanxess-Arena, die alle sehr gut besucht bzw. ausverkauft waren, war es relativ warm in der Halle und das Eis entsprechend weich. War es sehr anstrengend, darauf zu spielen?

Ja, das war es schon, aber es ist ja für beide Mannschaften gleich anstrengend. Deshalb kann es keine Ausrede für irgendetwas sein. Damit muss man klarkommen.

Justin Schütz: „Es ist viel Euphorie zu spüren“

Wie gefällt es Ihnen, vor einem so großen Publikum zu spielen.

Für mich ist es etwas Besonderes. Wenn ich mit München in Köln gespielt habe, war die Halle nie so voll. Es ist viel Euphorie zu spüren. Wenn wir unser Ding durchziehen und ruhig bleiben, auch, wenn es einmal nicht so läuft, dann haben wir hoffentlich eine lange Saison vor uns. Ich finde, es ist legitim, groß zu denken und das Ziel zu haben, Meister zu werden. Es ist ein sehr langer Weg, und dazu gehört viel. Aber wir hatten einen guten Start, darauf können wir aufbauen.

Sie spielen mit Alexandre Grenier und Gregor McLeod zusammen in der momentan besten Kölner Sturmreihe. Zusammen kommen Sie auf 18 Scorerpunkte. Hat es sich früh in der Saisonvorbereitung gezeigt, dass die Kombination gut passen würde?

Wir haben in der Vorbereitung sehr viel ausprobiert, ich habe gefühlt mit allen gespielt. Im letzten Testspiel waren wir dann zusammen. Es macht viel Spaß, wir verstehen uns, obwohl es noch früh ist, auch intuitiv auf dem Eis. Für den Anfang ist es sehr gut, und es wird hoffentlich immer noch besser.

Am letzten Freitag sind Sie beim Auswärtsspiel in München sehr freundlich begrüßt worden, mit einem Film auf dem Videowürfel, der Szenen aus Ihren fünf Jahren dort zeigte. Hat Sie diese Geste überrascht?

Mir wurde vorher morgens Bescheid gesagt. Es hat mich sehr gefreut und fand es schön, dass sie es gemacht haben.

Am Donnerstag spielen Sie mit den Haien in der DEL in Iserlohn, das vermutlich mit einer ähnlich kämpferischen Einstellung wie Düsseldorf auftreten wird. Was erwarten Sie?

Iserlohn hat dieses Jahr ein junges Team, sie sind schlittschuhläuferisch und kämpferisch gut. Dort zu spielen, in diesem Hexenkessel ist immer unangenehm. Wir müssen noch einmal eine Schippe drauflegen, wie in den ersten Spielen – oder vor allem im München-Spiel, wo wir 5:2 gewonnen haben. Das war sehr, sehr gut, vermutlich unser bisher bestes Spiel.