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Fallmann und Swider kommenFC Viktoria Köln profitiert von seinem guten Ruf

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Pascal Fallmann (Mitte) im Training von Viktoria Köln

Pascal Fallmann (Mitte) im Training von Viktoria Köln

Der Höhenberger Drittligist gilt als kompetenter Ausbildungsverein. Das zeigt sich auch am Beispiel Leonhard Münst, der den Klub verlassen hat.

Nach dem frühen Start in die Sommervorbereitung am Montag hat der Kader des FC Viktoria Köln weiter Formen angenommen. Zum Trainingsauftakt präsentierte der Höhenberger Drittligist die zwei nächsten Zugänge, wobei sich nur einer in Brück bei sengender Hitze durch die ersten Einheiten quälte: Pascal Fallmann, der von Absteiger Erzgebirge Aue verpflichtete Rechtsverteidiger. Von Borussia Mönchengladbach kommt auf Leihbasis Niklas Swider – allerdings erst in einigen Wochen. Aktuell weilt der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler bei der Nationalmannschaft. Mit der U19-Auswahl des DFB nimmt er an der Europameisterschaft in Wales teil (28. Juni bis 11. Juli.). In der Gruppe A trifft Deutschland auf Dänemark, Spanien und den Gastgeber.

Auch Fallmann hat früher in Nachwuchs-Nationalmannschaften gespielt, für Österreich durchlief er alle Teams von der U15 bis zur U21 – für den Sprung ins A-Team reichte es nicht. Der 22-Jährige wurde bei Rapid Wien ausgebildet, spielte für ein Jahr (2023/24) für Freiburg II in der Dritten Liga und wechselte anschließend nach Aue, wo er auf Anhieb zum Stammspieler avancierte. Nach dem Abstieg des FC Erzgebirge im Sommer konnte Fallmann ablösefrei wechseln – und entschied sich, trotz einiger anderer Angebote, für die Viktoria.

Valentin Schäfer schwärmt über „Toptransfer“

„Für uns ist Pascal ein absoluter Toptransfer“, schwärmt Valentin Schäfer, Sportlicher Leiter der Kölner. „Er verkörpert den Spieler, den wir gesucht haben: Er kommt über die Außenbahn, kann offensiv richtig anschieben. Dazu verfügt er über eine gute Technik und gute Athletik und schlägt gute Flanken.“ Der Österreicher sei „nicht so einfach“ zu bekommen gewesen. „Dass sich so ein Spieler für den Schritt zur Viktoria entscheidet, um sein Spiel noch einmal auf ein anderes Level zu heben, macht und stolz“, so Schäfer. „Wir haben uns im Bereich Weiterbildung einen Namen gemacht.“ Fallmann soll die Lücke füllen, die Simon Handle nach seinem Karriereende hinterlassen hat. Die Viktoria verspricht sich auch Führungsstärke vom 1,87 Meter großen Schienenspieler. „Er war in jungen Jahren schon Teil des Mannschaftsrats in Aue“, sagt Schäfer.

Niklas Swider Germany kontrolliert den Ball, UEFA Under 19 friendly, Slovakia v Germany, MOL Academy am 27. May 2026 in Dunajska Streda, Slowakei. Foto von Marco Steinbrenner/DeFodi Images Niklas Swider Germany controls the ball, UEFA Under 19 friendly, Slovakia v Germany, MOL Academy, May 27, 2026 in Dunajska Streda, Slovakia. Photo by Marco Steinbrenner/DeFodi Images - *** Niklas Swider Germany controls the ball, UEFA Under 19 friendly, Slovakia v Germany, MOL Academy on 27 May 2026 in Dunajska Streda, Slovakia Photo by Marco Steinbrenner DeFodi Images Niklas Swider Germany controls the ball, UEFA Under 19 friendly, Slovakia v Germany, MOL Academy, May 27, 2026 in Dunajska Streda, Slovakia Photo by Marco Steinbrenner DeFodi Images

Niklas Swider im DFB-Dress

Während Fallmann bereits ein gestandener Drittliga-Profi ist (99 Einsätze), steht Swider diese Feuerprobe noch bevor. Der 19-Jährige kam bislang nur in den Nachwuchsligen und für die Borussia-Reserve in der Regionalliga West zum Einsatz. „In der U19-Bundesliga war er einer der besten Sechser im Westen“, sagt Schäfer, der den gebürtigen Neusser nach eigener Aussage bereits seit der U13 verfolgt. „Niklas verfügt über einen guten Spielaufbau und vertikales Passspiel, dazu eine saubere Technik.“ Swider ist als klassischer Sechser oder eine Position weiter vorne einsetzbar. „Er gibt uns noch mehr Flexibilität“, sagt der Sportchef, körperlich müsse er noch etwas nachlegen.

Niklas Swider entschied sich bewusst für Viktoria Köln

Mönchengladbach wollte seinem Talent die Chance auf Spielpraxis auch möglichst hohem Niveau geben – weshalb das Leih-Geschäft zur Viktoria favorisiert wurde. „Aber es gab noch andere Optionen. Aber Niklas hat sich uns gezielt ausgesucht. Er wollte in eine Mannschaft, die über Ballbesitz und Fußball kommt“, berichtet Schäfer. „Bei einem U19-Nationalspieler reden wir über ein Talent-Niveau, das es nicht so häufig gibt.“ Gladbachs Sportchef Rouven Schröder sagt: „Wir hoffen auf eine erfolgreiche Leihe, damit er sich anschließend dem starken Konkurrenzkampf bei Borussia stellen kann.“

Während sich die Viktoria auf zwei vielversprechende Zugänge freuen kann, muss sie den Abschied eines Leistungsträgers verkraften. Wie erwartet, hat sich Leonhard Münst dem Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück angeschlossen. Dem Vernehmen nach kassieren die Kölner eine mittlere Ablösesumme im sechsstelligen Bereich. „Man hat früh gemerkt, dass in seiner Zukunftsplanung eine Dynamik ist“, sagt Schäfer. Natürlich schmerze der Abgang sportlich, „aber wir haben wieder ein Aushängeschild für unsere Arbeit. Wir haben erneut nachgewiesen, dass wir Jungs ausbilden und nach oben bringen können.“ Und nur deshalb sind Transfers der Kategorie Fallmann oder Swider für die klamme Viktoria überhaupt möglich.

Aktuell ist Schäfer noch auf der Suche nach einem schnellen Angreifer mit Stärken im Eins-gegen-Eins. Sonst sieht er den Kader gut aufgestellt. „Eine charakterstarke Mannschaft mit guten Persönlichkeiten. Wir haben keine Angst, mit der Truppe in die neue Saison zu gehen.“