Der Südstadt-Klub befreit sich durch den Sieg in Hannover – Joker Jannik Mause überragt.
Fortuna Köln schlägt Havelse„Wir können fighten ohne Ende“

Erster Treffer für den neuen Arbeitgeber: Jannik Mause nach dem 2:1 gegen Havelse
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Als hätte sein Wirken auf dem Rasen nicht genügt, nahm sich Jannik Mause nach dem 3:1 (1:0)-Sieg beim TSV Havelse auch noch des wichtigsten Themas abseits des Platzes an. „Ich muss noch ein bisschen mit dem Trainer verhandeln, aber das kann ich“, sagte der 28-jährige Matchwinner nach dem Befreiungsschlag des SC Fortuna Köln in Hannover mit einem Lachen.
In der Heinz-von-Heiden-Arena erzielte der neue Stürmer bei seinem vierten Jokereinsatz zunächst seinen ersten Treffer für die Fortuna zum 2:1 (83.) und legte anschließend auch noch Enzo Wirtz’ erstes Saisontor auf (90.+2). Danach lotete der Last-Minute-Zugang aus Kaiserslautern bei Matthias Mink einen freien Samstag aus.
Nicht, dass der Trainer nicht selbst auf diese Idee gekommen wäre. „Die Jungs haben geackert, alles investiert und sich das prinzipiell verdient“, sagte der Chefcoach nach dem hart erkämpften und mit großer Effizienz errungenen zweiten Saisonsieg. Nach dem Sprung auf Tabellenplatz zwölf wurden sich Mink und der auf dem Weg zu seiner Topform befindliche Mause schnell einig.
Bennit Bröger bringt Fortuna Köln in Führung
Auch wenn Mink betonte, dass „es trotzdem immer weiter“ gehe, strich er das Auslaufen am Samstag. Der Sonntag stand ohnehin als freier Tag im Kalender, sodass sich die Mannschaft des Drittliga-Aufsteigers erst am Montag wieder am Südstadion einfand.
Nach der starken Reaktion auf die 0:2-Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden herrscht dort nun großer Optimismus. Nicht nur, weil der ehemalige Drittliga-Torschützenkönig des FC Ingolstadt immer besser in Fahrt kommt. Das gesamte Team scheint eine bessere Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden.
„Mit dieser Mannschaft ist noch sehr viel möglich“, betonte Mause und ergänzte: „Man sieht, dass wir ohne Ende fighten können.“ Wenn dazu „in manchen Situationen“ noch mehr „Ruhe am Ball“ käme, glaube er, dass „wir eine gute, ruhige Saison spielen können“.
Für dieses Gefühl hatte Mink in Hannover erstmals Nico Thier neben Romeo Aigbekaen in einem Doppelsturm aufgeboten. Das kompakte Zentrum, die kurzen Abstände und die stabile defensive Staffelung blieben erhalten. Darüber hinaus entwickelten die Gäste in der ersten Halbzeit leichte spielerische Vorteile. Der dritte Kölner Premierentorschütze des Abends, Bennit Bröger, erzielte den 1:0-Pausenstand (39.).
Mit Blick auf eine mögliche höhere Führung merkte der Gästecoach an: „Gerade im Offensivspiel müssen wir noch mehr Qualität unter Beweis stellen. Im letzten Drittel hat uns die Konsequenz gefehlt. Das ist ein Manko, das wir schon ein bisschen mit uns herumschleppen.“
Enzo Wirtz erzielt sein erstes Saisontor
Während Fortunas Offensivspiel im weiteren Verlauf stockte, glich Havelse durch Kwasi Wriedt aus (67.) und war dem zweiten Treffer näher. Dann bewies Mink bei seinen Einwechslungen ein gutes Händchen: In der 69. Minute brachte er mit Cedric Harenbrock von Hansa Rostock und Mause vom 1. FC Kaiserslautern zwei erfahrene Angreifer.

Jannik Mause lässt Havelse-Verteidiger Eric Voufack vor dem 2:1 ins Leere grätschen.
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Auch wenn Mause zugab, beim Sprint in der 83. Minute „ziemlich übersäuert“ gewesen zu sein, ließ er Gegenspieler Eric Voufack aussteigen und stellte auf 2:1. Ein zweiter, geschickt vorgetragener Konter über die linke Seite und Mauses ungewollte Heber-Vorlage führten schließlich durch Enzo Wirtz zum Endstand.
Um künftig defensiv stabil und offensiv zielstrebig aufzutreten, fordert Mink in der Länderspielpause den nächsten Entwicklungsschritt. So wie seine Spieler sich den freien Samstag von ihrem Trainer gewährt hatten, sollten sie dieser Forderung umgekehrt nachkommen. Nur dann können sie nach dem Verbandspokalspiel gegen den Bezirksligisten Kreuzau (7. Oktober) in den beiden Punktspielen gegen Saarbrücken (10. Oktober) und bei Rot-Weiss Essen (13. Oktober) bestehen.
