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Gala von Viktoria Kölns KapitänDavid Otto nimmt seiner Frau die Argumente

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30.08.2026, xsscx, Fußball 3. Liga, Viktoria Köln - Preußen Münster, 3. Spieltag, Sportpark Höhenberg, Saison 2026 2027: Die Mannschaft von Viktoria Köln feiert ihren Sieg gegen Preußen Münster mit David Otto Viktoria Köln 10 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video. Photo: xSandraxScherningxPressefotoKochx Nordrhein-Westfalen Deutschland *** August 30, 2026, xsscx, Soccer 3rd Division, Viktoria Köln vs. Preußen Münster, Matchday 3, Sportpark Höhenberg, 20262027 Season: The Viktoria Köln team celebrates its victory over Preußen Münster with David Otto. Viktoria Köln 10. DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. Photo: xSandraxScherningxPressefotoKochx, North Rhine-Westphalia, Germany

Mann des Abends gegen Preußen Münster: Viktoria-Torjäger David Otto

Beim 4:1-Sieg über Preußen Münster glänzt der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen.

Seit David Ottos Gala am Sonntagabend gibt es beim 27-Jährigen zu Hause ein Diskussionsthema weniger. „Meine Frau hat mich immer damit aufgezogen, dass ich noch nie einen Doppelpack gemacht habe, seitdem ich Profi bin“, berichtete Viktoria Kölns Kapitän breit grinsend. Nun kann sie es nicht mehr: Mit zwei Toren und zwei Vorlagen führte Otto die Höhenberger zum beeindruckenden 4:1 (3:1)-Heimerfolg über Zweitliga-Absteiger Preußen Münster. Mit sechs Punkten aus drei Spielen ist der Viktoria ein Drittliga-Start nach Maß geglückt – und die Auftaktpleite gegen Regensburg (2:5) kann endgültig als Ausrutscher abgehakt werden. „Es hat heute richtig Spaß gemacht. Mir persönlich natürlich – aber auch dem ganzen Team. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Gerade in der zweiten Halbzeit, wir haben nicht aufgehört“, lobte Otto.

Viktoria spielt endlich von Beginn an effizient

In den ersten drei Pflichtspielen der Saison hatte die Viktoria jeweils in der Anfangsphase Großchancen liegen gelassen. Gegen Münster präsentierte sich das Team von Trainer Marian Wilhelm eiskalt: Niklas Castelle erzielte nach feinem Pass von Otto das 1:0 (6.), der Kapitän selbst schob nach Vorlage seines Sturmpartners Castelle zum 2:0 ein (12.). Das Anschlusstor durch Felix Higl (20.) resultierte aus einer der wenigen Kölner Unachtsamkeiten und wurde schnell abgehakt. Abwehrchef Tobias Eisenhuth zirkelte in der 43. Minute eine Flanke genau auf den Kopf von Otto, der damit seinen ersten Profi-Doppelpack perfekt machte. Valentin Schäfer berichtete von großer Erleichterung. „Auf der Bank kam es ein-, zweimal zur Sprache, dass es schön war, dass heute direkt der erste Schuss gesessen hat“, sagte der Sportliche Leiter lächelnd.

Nach dem Seitenwechsel verwaltete die Viktoria ihre Führung abgesehen von einigen wackligen Minuten souverän. In der 89. Minute bediente Otto den eingewechselten Noah Maboulou mit einem maßgerechten Querpass. „Du wirst nicht jede Chance machen, das muss uns auf Dauer klar sein. Aber unserem Spiel hilft es natürlich enorm, wenn gleich der erste sitzt – und der zweite auch. Das hat uns Rückenwind gegeben“, sagte Otto.

Ein paar chaotische Minuten in Halbzeit zwei

Schon beim bitteren DFB-Pokalaus gegen den Zweitligisten Nürnberg (4:5 i. E.) hatte die Viktoria dominiert, aber schlicht zu spät getroffen. „Der größte Unterschied war die Effizienz. Wir hatten nicht mehr Chancen als gegen Nürnberg – aber wir waren eiskalt“, lobte Schäfer. „In der zweiten Halbzeit haben wir es, mit Ausnahme von ein paar Minuten rund um die 75., gut verwaltet. Es ist ein Reifungsprozess des Erwachsenwerdens. Ich bin hochzufrieden, ein verdienter Sieg, auch das 4:1 passt vom Ergebnis her.“

Die „paar Minuten“ hatte auch Otto in Erinnerung. Er wollte sie trotz seiner Gala nicht aus seinem Fazit aussparen. „Vielleicht müssen wir in einigen Szenen noch cleverer sein und nicht mehr zocken, wenn die Körner fehlen“, sagte der Stürmer. Trainer Marian Wilhelm ergänzte: „Da haben wir ein bisschen mit dem Feuer gespielt. Aber den Jungs ist aufgefallen, dass wir ein bisschen zu wenige Körner hatten, um hinten alles fußballerisch zu lösen. Ich bin froh, dass wir dann noch einen anderen Weg gefunden haben.“

Nach dem ersten Heimsieg der Saison ist die Viktoria Tabellenvierter – und Otto steht in der Scorerliste gemeinsam mit seinem Ex-Sturmpartner Tyger Lobinger (MSV Duisburg) auf Platz eins. „Der Saisonstart bestärkt uns in dem, was wir machen – auch wenn die Ergebnisse noch nicht top waren. Nürnberg gewinnt 4:0 gegen Bielefeld (in der 2. Bundesliga, d. Red.). Und meiner Meinung nach waren wir im Pokal über 120 Minuten besser als Nürnberg“, sagte Otto.

Beeindruckende Entwicklung von David Otto

Neben seinen Toren und Vorlagen war der 27-Jährige auch in fast alle anderen Angriffe eingebunden. Immer wieder wurde Otto nach präzisen Kombinationen aus der eigenen Abwehr heraus mit scharfen Flachpässen gesucht. Mit dem ersten Kontakt leitete er sie auf einen der Flügel weiter und verlieh dem Viktoria-Spiel damit viel Breite und Tempo. Auch gegen den Ball konnte er glänzen. „Dave hat einen unglaublichen läuferischen Einsatz gezeigt, er hat das Pressing immer wieder angeführt. Damit haben wir Münster nicht zur Entfaltung kommen lassen, sie zu langen Bällen gezwungen. So konnten wir unsere Dominanz entfalten“, lobte Schäfer.

Seit seiner Verpflichtung vom SV Sandhausen im vergangenen Sommer habe Otto eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen, berichtete Trainer Wilhelm. „Ich kann mich gut daran erinnern, als er zu uns gekommen ist und wir eine sehr ernste Unterhaltung über seine Intensität hatten, die mir damals deutlich gefehlt hat. Was er sich in der Zeit, die er bei uns ist, erarbeitet hat, ist Wahnsinn. Die Scorerpunkte sind ein Lohn dafür.“