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Kommentar

Bitteres Pokalaus
Viktoria Köln hat sich um den verdienten Lohn gebracht

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2 min
22.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fußball, Männer: DFB-Pokal, Viktoria Köln - 1. FC Nürnberg, 1. Runde, Sportanlage Höhenberg. Viktoria Kölns Tobias Eisenhuth (m) guckt traurig nach der Niederlage. Foto: Fabian Strauch/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der Bundesliga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Enttäuschte Gesichter bei den Profis von Viktoria Köln

Der Drittligist hatte Zweitliga-Spitzenreiter Nürnberg im Griff. Nicht aber die eigenen Nerven.

Am Ende geht es bei Fußballspielen – gerade in Pokalwettbewerben – um das reine Ergebnis. Und hier setzte sich der 1. FC Nürnberg dank größerer Nervenstärke im Elfmeterschießen am Samstag beim FC Viktoria Köln durch. Dass es maximal knapp und kaum verdient war, interessiert bei der Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals am 5. September niemanden mehr. Nürnbergs Wappen schlummert in einer der Kugeln, das der Viktoria nicht.

Der Ärger in Höhenberg über das Pokal-Aus sollte ähnlich groß sein wie der Stolz auf die Leistung in den 120 Minuten auf dem Rasen. Im Vorfeld hatte Trainer Marian Wilhelm auf wenige Momente hingewiesen, in denen Nürnberg verwundbar sein würde. Es wurden, vor allem wegen des mutigen Kölner Auftritts, eher viele als wenige Momente. Doch die Viktoria konnte nur den allerletzten nutzen, um sich in die Verlängerung zu retten. Zu diesem Zeitpunkt hätte es aber schon 2:1 oder 3:1 stehen müssen. Den Vorwurf, im kaum noch zu verantwortbaren Maße verschwenderisch mit den Großchancen umgegangen zu sein, muss sich der Drittligist machen lassen. Kostenpunkt: 456.377 Euro Prämie für den Einzug in die zweite Pokalrunde – rund ein Zehntel des Viktoria-Etats.

Den Zweitliga-Tabellenführer hergespielt

Sollte es Trainer Marian Wilhelm, Sportvorstand Franz Wunderlich und Sportleiter Valentin Schäfer gelingen, aus dem Ärger und der Enttäuschung eine Trotzreaktion der Mannschaft hervorzurufen, könnte die Niederlage doch noch zu etwas Gutem führen. Die Viktoria muss sich klar machen, dass sie den Zweitliga-Tabellenführer am Rande einer Niederlage hatte. Nicht durchs Anrühren von Abwehrbeton und einen glücklichen Konter – die Kölner Spielanlage war der des Clubs ebenbürtig, dazu lief der Ball besser und die Defensive stand kompakter.

Anlass zur Sorge gibt allenfalls die Effizienz, gerade in der Anfangsphase. Gegen Regensburg, Stuttgart II und Nürnberg hätte die Viktoria nach 20 Minuten jeweils bereits 2:0 führen müssen, blieb aber torlos. Sollten die Kölner ihre Abschlussschwäche in den Griff bekommen, müssen sie sich vor keinem anderen Drittligisten verstecken.