Bundesliga-Team steht im Kampf um den Klassenerhalt in der Hallensaison vor dem wohl entscheidenden Duell.
HockeyBlau-Weiß Köln setzt im Kellerduell mit DSD Düsseldorf auf den Heimvorteil

Lars Schulte (links), Kapitän von Blau-Weiß Köln
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Verlieren verboten – so lautet das Motto der Hallenhockeyspieler von BW Köln vor der Bundesliga-Partie am Dienstag (20.30 Uhr) gegen den punktgleichen DSD Düsseldorf. Auch Sportchef Patrick Montag spricht vor dem ultimativen Kellerduell von einem „gefühlten K.o.-Match. Wenn wir leer ausgehen, ist der Abstieg mehr oder weniger besiegelt.“ Dann nämlich müsste der Tabellenletzte aus Köln angesichts des jetzt schon deutlich schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem Deutschen Sportklub in den letzten vier Partien noch mindestens vier Punkte einfahren.
Das Gute ist: Wir haben den Klassenerhalt nach wie vor selbst in der Hand
Dass die Blau-Weißen auf dem letzten Rang überwintern mussten, lag am überraschenden Düsseldorfer Erfolg kurz vor Weihnachten gegen den Gladbacher HTC (6:3). Welt- und Europameister Mats Grambusch hatte die Gäste mit dem ersten Tor des Abends zwar auf Kurs gebracht, doch drei Treffer in den letzten beiden Minuten bescherten dem DSD letztlich den ersten Saisonsieg. „Leider haben die Gladbacher zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt einen schwarzen Tag erwischt“, so Montag. „Aber das Gute ist: Wir haben den Klassenerhalt nach wie vor selbst in der Hand.“
Um den Hinspiel-Erfolg (7:6) zu wiederholen, baut das Schlusslicht nicht zuletzt auf den Heimvorteil. Denn am Dienstag werden im Landesleistungszentrum sogar noch mehr Zuschauer erwartet als im jüngsten Stadtderby gegen Rot-Weiss (2:4): „Es dürfte auch deutlich lauter werden. Ich rechne mit einem richtigen Hexenkessel.“
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Rot-Weiss will Chance auf Viertelfinal-Teilnahme wahren
Im unweit entfernten Rewe-Sportpark hofft auch der KTHC Rot-Weiss auf die lautstarke Unterstützung seiner Fans, nämlich im Parallelspiel gegen den Crefelder HTC (Di., 20.15 Uhr). Auch dieses Match wurde um einen Tag vorverlegt, da am Mittwoch der 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga Rekordmeister FC Bayern München empfängt. RW-Co-Trainer Wolfgang Kluth spricht vor dem ersten Match des Jahres von einer „hohen Hürde. Aber klar: Wir wollen mit aller Macht gewinnen.“
Zum einen verbuche man nur drei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Zum anderen wolle man den Rückstand auf den CHTC (2.) auf drei Zähler verkürzen – und so die Chancen auf die Teilnahme am Viertelfinale wahren. Vom frisch gebackenen U-21-Weltmeister-Trio kehren derweil nur zwei Akteure zurück, denn Paul Glander absolvierte das WM-Finale gegen Spanien (3:2 i. P.) mit angebrochenem Daumen und fällt zumindest zum Jahresauftakt noch aus.
„Das ist natürlich bitter“, sagt Kluth. „Aber immerhin stößt mit Jussi (Warweg, Anm. d. Red.) ein echter Knipser hinzu. Und Paul (Babic, Anm. d. Red.) ist ein großartiger Zocker, der auf engstem Raum Bälle behauptet und viele Chancen kreiert.“ Qualitäten, die RWK von einer Aufholjagd träumen lassen.
Damen von Rot-Weiss Köln stehen im Viertelfinale
Die Bundesliga-Spielerinnen des KTHC Rot-Weiss haben vorzeitig ihr Viertelfinal-Ticket gelöst. Dem 6:1 (2:0)-Erfolg in Mülheim ließ die Mannschaft von Trainer Tibor Weißenborn einen 9:1 (4:1)-Sieg gegen den Bonner THV folgen. Da sich auch der Düsseldorfer HC zum Jahresauftakt keine Blöße gab, bleibt es bei einem Drei-Punkte-Rückstand auf die Spitze. Angesichts des deutlich schlechteren Torverhältnisses trifft RWK im Viertelfinale aller Voraussicht nach auf den Sieger der Nord-Staffel – und damit wohl auf den Club an der Alster. (tim)
