Der Schwergewichtler bleibt auch im fünften Kampf unbesiegt, hätte sich aber ein anderes Finale gewünscht.
Kölner Box-HoffnungNelvie Tiafack hat auf spektakulären K.o. gehofft

Nelvie Tiafack (r.) dominierte Salvador Zavala nach Belieben.
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Nelvie Tiafack ist zufrieden mit seinem ersten US-Trip als Profiboxer. Der Kölner Schwergewichtler hatte in der Nacht zu Samstag im kalifornischen Temecula problemlos den bis dahin ungeschlagenen Mexikaner Salvador Zavala bezwungen. Nach einem wahren Schlaghagel brach der Ringrichter den Kampf in der dritten Runde ab – technischer K.o.. Offenbar war dem Referee die Unterlegenheit Zavalas zu groß. „Der Kampf war souverän, alles ist nach Plan gelaufen“, berichtet Tiafack im Gespräch mit dieser Zeitung. „Die Explosivität war da, ich habe den Kampf von der ersten Sekunde an beherrscht.“ Der gebürtige Kameruner war mit 4,4 Kilogramm Körpergewicht weniger angetreten als bei seinem vorherigen Kampf im Mai in Mannheim gegen den Brasilianer Mateus Munhoz da Penha.
Gerne hätte Tiafack den Mexikaner Zavala in Kalifornien auf die Bretter geschickt – der Spektakel- und Show-Aspekt beim Boxen ist dem 27-Jährigen wichtig. „Für uns wurde der Fight leider zu früh abgebrochen. Wir wollten natürlich lieber einen spektakulären K.o. – nur so wird man gefürchtet“, sagt der Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2024 von Paris. Doch die Gesundheit gehe vor, deshalb mache er dem Ringrichter keinen Vorwurf.
Nelvie Tiafacks Fernziel ist ein WM-Gürtel
Tiafack war im Vorjahr erstmals als Profi in den Ring gestiegen, seitdem gewann er jeden Fight. In den USA wahrte der Europameister von 2022 seine makellose Bilanz, siegte zum vierten Mal vorzeitig. Der Kampf gegen Zavala fand im Rahmen einer Veranstaltung des US-Kampfsport-Influencers Jake Paul statt. Bei dessen Boxstall Most Valuable Promotions (MVP) steht Tiafack unter Vertrag. „Das Event war gut, nicht allzu groß – aber die Stimmung war da. Das ist das Wichtigste“, sagt der Kölner. „Wir sind aber alle mega-zufrieden, der Trainer und MVP auch. Wir haben Präsenz gezeigt in den USA.“
Die deutsche Schwergewichtshoffnung will sich über Aufbaukämpfe international einen Namen machen und strebt mittelfristig nach einem WM-Gürtel: „Ich habe bei den Amateuren und beim olympischen Boxen bewiesen, dass ich zu den besten der Welt gehöre. Das möchte ich jetzt auch bei den Profis machen. Und das Beste bei den Profis ist es, Weltmeister zu werden.“
