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Matchwinner in MeppenViktoria Kölns angriffslustiger Wolf

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3.Liga: FC Viktoria Köln - Hansa Rostock 11.09.2026 FC Viktoria Köln bejubelt das Tor, 3:0 durch Lucas Wolf FC Viktoria Köln, 21 3.Liga: FC Viktoria Köln - Hansa Rostock Sportpark Höhenberg, Köln 11.09.2026 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi video. *** 3rd Division: FC Viktoria Köln vs. Hansa Rostock, September 11, 2026. FC Viktoria Köln celebrates the goal30 by Lucas Wolf. FC Viktoria Köln, 21. 3rd Division: FC Viktoria Köln vs. Hansa Rostock, Sportpark Höhenberg, Cologne, September 11, 2026. DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Buriakovx

Zwei Tore in Meppen: Viktoria Kölns Lucas Wolf

Der 25-Jährige hat seit Saisonbeginn eine neue Rolle – und blüht auf. In Meppen gelangen ihm zwei Tore.

Lucas Wolf kitzelte die letzten Körner aus seinen müden Beinen heraus, schüttelte zwei Verteidiger ab und schoss den Ball dann irgendwie ins kurze Eck. Nach dem Treffer in der Nachspielzeit zum 3:1-Sieg von Viktoria Köln beim SV Meppen wurde Wolf von seinen jubelnden Mitspielern begraben – dabei hatte der Mann des Dienstagabends eigentlich etwas anderes vor. „Ich wollte einen Einwurf rausholen und auf Zeit spielen“, sagte der 25-Jährige mit einem Grinsen. „Dann komme ich ein bisschen glücklich durch, mache ihn aber am Ende ganz gut weg.“

Denn zu diesem Zeitpunkt musste die Viktoria um den Sieg bangen. Meppen drückte, angefeuert von 7850 Zuschauern in der Hänsch-Arena, auf den Ausgleich. „Nach dem 1:2 hast du diese Wucht von Meppen gespürt, das hat sich angefühlt wie irgendwo mitten in England“, staunte Kölns Trainer Marian Wilhelm.

Beeindruckende Viktoria-Statistiken

Seine Mannschaft hatte fast 70 Minuten lang dominiert, teilweise nach Belieben. „Im Ballbesitz ist die Viktoria gerade mit das Stärkste, was die Liga zu bieten hat“, sagte Meppens Coach Lucas Beniermann. Die Statistik belegt diese These: Die Höhenberger sind das Team mit dem meisten Ballbesitz (61 Prozent im Schnitt), den meisten erfolgreichen Pässen (rund 500 pro Spiel) sowie der besten Passquote der Dritten Liga (87,3 Prozent). Und sie machten dort weiter, wo sie beim beeindruckenden 4:0 gegen Hansa Rostock am vergangenen Freitag aufgehört hatten. Nur im Abschluss aus dem Spiel heraus wollte es nicht klappen – dafür präsentierten sich die Höhenberger erstmals in dieser Saison bei Standards kaltschnäuzig.

Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege bei Wolf, dem in der 33. Minute die überfällige Kölner Führung gelang. Tim Kloss, einer der besten Luftkämpfer der Liga, legte nach einer weiteren Ecke per Kopf nach (55.) – Meppen hatte der Viktoria kaum etwas entgegenzusetzen. „Ich freue mich über die Standardtore, da haben wir in den letzten Wochen extrem viel Arbeit reingesteckt – gerade Kevin Rauhut“, sagte Wilhelm mit Blick auf seinen Torwart- und Standardtrainer in Personalunion. „Er hatte schon ein bisschen gelitten, weil wir viele gute Situationen hatten, die wir nicht verwerten konnten.“ Am Dienstagabend in Meppen klappte fast alles.

Lucas Wolf mit offensiverer Position als in der letzten Saison

Erst nach dem 1:2 durch Cyrill Akono (69.) wurde es hektisch und laut. Doch die Viktoria hielt dagegen. „Am Ende wurde es ein bisschen wild, aber wir haben alles reingeworfen und das Ding gezogen“, lobte Wolf, der in der 92. Minute mit seinem dritten Saisontor den Deckel draufmachte. „Meppen hat mit viel Mut und Zielstrebigkeit nach vorne gespielt. Da freue ich mich, wie stark die Jungs geblieben sind“, sagte Wilhelm. Trotz des Sieges war nicht alles perfekt: „Wir spielen nicht des Ballbesitzes wegen. Ich hätte mir mehr Torgefahr gewünscht.“

Doch zum Glück hatte Wolf einen optimalen Tag erwischt. „Er ist ein kreativer Spieler mit großen technischen Qualitäten“, sagte Wilhelm. „In den vergangenen Monaten hat er sich noch einen guten Abschluss erarbeitet. Er wird immer gefährlicher.“ In der vergangenen Saison hatte Wilhelm den früheren Jugendspieler von Holstein Kiel noch regelmäßig im defensiven Mittelfeld aufgestellt. „Da haben wir ihn wegen seiner fußballerischen Qualität gebraucht, jetzt ist er weiter vorne eingeplant“, berichtete der Trainer. „Und er hat große Schritte gemacht, gerade defensiv.“

Mit viel Rückenwind geht die Viktoria in den Abschluss der englischen Woche. Am Samstag (14 Uhr) ist der FC Ingolstadt zu Gast im Sportpark Höhenberg. Mit einem weiteren Sieg würden die Kölner an der Tabellenspitze in die lange Länderspielpause gehen. „Es ist immer schöner, oben zu stehen als unten“, meinte Wilhelm. „Aber für uns spielt das zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt keine Rolle.“