Der Landesligist empfängt im Pokal-Derby den Drittligisten Viktoria Köln – und gibt sich zuversichtlich.
MittelrheinpokalBlau-Weiß Köln steht vor seinem Spiel des Jahres

2023 stand Blau-Weiß im Halbfinale des Mittelrheinpokals und musste sich damals Düren geschlagen geben.
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Am Sonntag konnte Blau-Weiß Köln noch einmal Selbstvertrauen für das anstehende Spiel des Jahres tanken. Der Fußball-Landesligist setzte sich im Topspiel mit 2:0 beim TuS Mondorf durch und kletterte dank der Treffer von Fabio Dopierala (58.) und Oliver Bering (66.) auf den zweiten Tabellenplatz. Von größerer Ablenkung durch das anstehende Zweitrundenspiel im Mittelrheinpokal gegen den FC Viktoria Köln am Mittwoch (19.30 Uhr) war nichts zu spüren – obwohl sich beim Traditionsverein aus Lindenthal seit Wochen alles um das Duell mit dem Drittligisten dreht.
„Es ist ein Riesen-Event für uns. Es gibt extrem viel zu organisieren und vorzubereiten – wir wollen ein guter Gastgeber sein“, sagt Sven Henke, Sportlicher Leiter von Blau-Weiß. Denn die Sportanlage am Fort Deckstein ist zwar schön gelegen, ihre Infrastruktur aber begrenzt – sowohl mit Blick auf das Zuschaueraufkommen als auch auf die Rückzugsmöglichkeiten für die Spieler. Klassische Umkleidekabinen gibt es auf der Anlage nicht. „Viele unserer Fußballerinnen und Fußballer kommen schon umgezogen zum Spiel“, berichtet Henke.
Blau-Weiß Köln will von seinem Platz profitieren
Im Falle eines Pokalspiels können solche Umstände auch sportlich das Zünglein an der Waage sein. „Wir kennen das Flutlicht, wir kennen den Platz, wir kennen die Bälle – es ist unsere Anlage“, sagt Henke. „Wir haben alles vorbereitet, damit wir die Minimalchance, die wir haben, auch nutzen können.“
Was genau der Sportliche Leiter damit meint, blieb zunächst unklar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Rasenplätze unterklassiger Vereine bei Pokalspielen plötzlich noch etwas schmaler abgesteckt sind als gewöhnlich. Bei Kunstrasenplätzen ist das schwieriger. Doch die Viktoria, immerhin elfmaliger Sieger des Wettbewerbs, ist Touren über die Sportanlagen der Region gewohnt.
„Wir haben nichts zu verlieren“, stellt Henke klar. „Wir wollen den Schwung aus der Liga mitnehmen. Wer weiß, was passiert. In so Pokalspielen sind es manchmal Kleinigkeiten oder eine Standardsituation, die ein Spiel entscheiden.“ Der Sportliche Leiter geht davon aus, dass sich Blau-Weiß nicht im eigenen Strafraum verbarrikadieren wird. „Die Mannschaft will mutig spielen, sie will etwas zeigen.“
Läuft Viktoria Köln mit der B-Elf auf?
Bestimmt werde der Ausgang der Partie durch die Einstellung der Viktoria. „Das ist entscheidend: Was kommt da für eine Truppe? Und wie ernst nimmt die Viktoria uns?“, fragt Henke.
Zuletzt hatte Marian Wilhelm, der Coach der Höhenberger, im Mittelrheinpokal in der Regel seiner vermeintlichen B-Auswahl vertraut – mit Erfolg. Beim 2:2 im Testspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln dominierten Viktorias Reservisten den Bundesligisten phasenweise. Sollten sie diese Leistung auch am Mittwochabend abrufen können, dürfte es für Blau-Weiß schwer werden. Bis dahin darf der Landesligist aber vom großen Coup träumen.
