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Viktoria KölnChristoph Gregers Warten hat ein Ende

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Testspiel, Viktoria Köln vs. 1. FC Köln, rechts: Christoph Greger Viktoria, 03.10.2026, Bild: *** Local Caption *** *** Sports: Friendly Match, Viktoria Köln vs. 1. FC Köln on the right, Christoph Greger of Viktoria October 3, 2026 Photo *** Local Caption ***

Nach seiner Einwechslung übernimmt Christoph Greger (r.) die Kapitänsbinde.

Der Kapitän gibt beim Testspiel gegen den 1. FC Köln sein Comeback – das 2:2 ist aus Sicht des Bundesligisten schmeichelhaft.

In der 77. Minute wurde es laut im Höhenberger Sportpark, teilweise erhoben sich die Zuschauerinnen und Zuschauer von ihren Plätzen und applaudierten. Nicht für ein Tor oder einen spektakulären Spielzug, sondern für das Comeback des heimischen Kapitäns: Christoph Greger machte sich zur Einwechslung bereit, betrat das Feld, zog sich die Binde über den Oberarm – und half dabei, das 2:2 seiner Viktoria im Test gegen den 1. FC Köln über die Zeit zu bringen. „Es ist einfach schön, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu sein“, sagte der 29-Jährige am Samstag. „Jetzt geht die Reise zurück auf mein altes Niveau endlich wieder los, und ich freue mich sehr. Es war natürlich gleich ein knackiges Niveau zum Reinkommen.“

Mit Ausnahme eines Kurzeinsatzes am letzten Spieltag der Saison 2025/26 hatte Greger fast zehn Monate gefehlt. Zunächst wurde der Abwehrchef von langwierigen Rückenbeschwerden ausgebremst, im Sommer wurde dann noch ein Eingriff am Sprunggelenk durchgeführt. Nun ist Greger schmerzfrei.

Am Mittwoch ist Viktoria Köln zu Gast bei Blau-Weiß

Der Gedanke liegt nahe: Wenn es für einen Einsatz gegen einen Bundesligisten reicht, sollte die Dritte Liga doch ebenfalls drin sein? Trainer Marian Wilhelm tritt auf die Bremse. „Ich glaube, das war heute ein erster guter Schritt. Aber wir werden nichts überstürzen“, betonte der Coach. „Greg ist ein unfassbar wichtiger Spieler für diese Mannschaft.“ Und der Rahmen – der Test gegen den großen Nachbarn – sei perfekt für Gregers Comeback gewesen.

Bis zu einem Pflichtspieleinsatz dürfte es allerdings noch etwas dauern. Am Mittwochabend ist die Viktoria in der zweiten Runde des Mittelrheinpokals beim Landesligisten Blau-Weiß Köln zu Gast (19.30 Uhr), am Sonntag geht es in der Dritten Liga zum Westduell mit Alemannia Aachen auf den Tivoli (16.30 Uhr). Beide Spiele kommen für Greger vermutlich noch zu früh – zumal die Höhenberger Defensive auch ohne ihren Kapitän hervorragend funktioniert. Im Zentrum der Dreierkette verbindet Tobias Eisenhuth Zweikampfhärte, Stellungsspiel und Präzision im Aufbau. Deshalb steht die Viktoria nicht unter Druck, Greger vor dem Reha-Zeitplan zurück ins Team zu holen. „Ich werde noch Zeit brauchen, bis ich wieder auf meinem Fitnessniveau bin“, sagte Greger. „Die Ausfallzeit kann ich nicht wegzaubern. Da muss man schon realistisch sein.“

Auch im Testderby hatten Eisenhuth und seine Kollegen den Gegner über weite Phasen im Griff. Die Führung des Bundesligisten resultierte aus einem verunglückten Klärungsversuch von Meiko Sponsel. Der einstige FC-Nachwuchsspieler traf im Fünfmeterraum Tim Kloss mit seinem Schuss, der Ball trudelte ins Tor (12.).

Nach dem Gegentor fand die Viktoria besser in ihr Spiel, wurde von Minute zu Minute dominanter und drehte die Partie bis zur Pause durch die Treffer von Lucas Wolf (33.) und Niklas Castelle (36.) verdient. Der FC kam hingegen, spätestens nach den Verletzungen seiner Stürmer Thijs Dallinga und Ragnar Ache, komplett aus dem Tritt.

Auch Viktorias B-Elf hat den FC lange im Griff

Zur Pause brachte Trainer Wilhelm seine B-Elf. Auch sie spielte kontrollierter als der FC – einzig das dritte Tor wollte nicht fallen. „In der zweiten Halbzeit können wir uns sicherlich mit der einen oder anderen großen Chance mehr belohnen“, sagte Wilhelm, der an seinem Team ansonsten nicht viel zu kritisieren hatte. Noah Maboulou (50.), Eric Gueye (58.) und David Sachse (68.) waren am starken Ron-Robert Zieler gescheitert.

Ein Patzer von David Wyciok ermöglichte dem FC dann den schmeichelhaften Ausgleich: Der Ersatzkeeper kam nach einer Ecke heraus, erreichte den Ball aber nicht. Marius Bülter traf per Kopf zum 2:2 (76.).

„Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, stellt mich sehr zufrieden“, sagte Wilhelm. Sein Team konnte die gute Form offenbar über die lange Länderspielpause konservieren. Zuletzt waren die Kölner durch drei Siege in Folge bis auf Tabellenplatz zwei geklettert. „Wir hatten in beiden Halbzeiten unsere Torchancen und haben unser Spiel durchgebracht“, lobte Greger. „Auch die zweite Halbzeit fand ich völlig in Ordnung – auch bei den Jungs, die vermeintlich gerade etwas hinten dran sind.“