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MittelrheinpokalViktoria Kölns Tour über die Dörfer beginnt in Schafhausen

3 min
Marian Wilhelm, Trainer von Viktoria Köln

Marian Wilhelm, Trainer von Viktoria Köln

Beim Landesligisten will der Drittligist und Titelverteidiger den ersten Schritt zur Rückkehr in den DFB-Pokal machen.

Kaum ist die alte Pokal-Reise vorbei, startet eine neue. Nach dem bitteren Erstrunden-Aus gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg im Elfmeterschießen vom Samstag will Viktoria Köln den Grundstein für ein weiteres Highlight im DFB-Pokal im kommenden Jahr legen. Dafür muss der Drittligist wieder alle Hürden im Mittelrheinpokal überwinden. Beginnend mit Landesligist Union Schafhausen am Mittwoch (18.30 Uhr). „Es hat viel Spaß gemacht hier vor ausverkaufter Hütte“, sagte Viktoria-Trainer Marian Wilhelm nach der Niederlage vor über 8000 Fans im Höhenberger Sportpark. „Das wollen wir wieder haben, wir wissen, wie cool dieser traditionsreiche Wettbewerb ist – da träumt jeder Junge von. Wir wollen diese Reise wieder starten und den Mittelrheinpokal gewinnen.“

Dominanter Auftritt gegen Nürnberg

Dafür muss die Viktoria möglichst schnell das Elfmeter-Drama gegen den Club aus den Köpfen bekommen. Die Höhenberger hatten den Zweitliga-Tabellenführer über weite Phasen der 120 Minuten dominiert und sich zahlreiche Hochkaräter herausgespielt – aber nur eine genutzt. Zu wenig für das Weiterkommen. „Es tut extrem weh, aber der Stolz überwiegt – hoffentlich auch bei den Jungs. Wir haben das Stadion mitgenommen“, sagte Wilhelm. Valentin Schäfer, Sportlicher Leiter der Viktoria, glaubt, dass die fehlende Effizienz kein dauerhafter Begleiter der Mannschaft sein wird: „Über eine Saison gleicht sich die Chancenverwertung aus, das wird kommen. Wir werden präziser werden, dann werden mehr Tore kommen.“ Ähnlich äußerte sich Franz Wunderlich. „Erstmal bin ich ein Freund davon, wenn du Chancen hast. Aber dann geht es natürlich darum, die auch zu nutzen. Wenn du drei oder vier richtig gute nicht nutzt, wird es schwer. Da musst du clever sein“, so der Sportvorstand.

Für Titelverteidiger Viktoria beginnt am Mittwochabend die neue Pokal-Tour über die Dörfer. Erster Halt ist der Sportplatz Im Kuhlert, ein mitten im Wald gelegener Rasenplatz im Heinsberger Stadtteil Schafhausen. Der FC Union, Tabellenelfter in der vergangenen Landesliga-Saison, fühlt sich wohl in der Idylle – und dürfte, um den Heimvorteil komplett auszunutzen, vor dem Saison-Highlight nur ein Minimum an Rasenpflege betreiben. „Das ist eine tolle Sache, mal gegen einen gestandenen Drittligisten zu spielen und ihnen hier bei uns zu Hause in Schafhausen die Grenzen aufzuzeigen. Das wird mit Sicherheit eine tolle Herausforderung“, sagte Schafhausen-Coach Jörg Halfenberg nach der Auslosung mit einem Augenzwinkern. „Das ist natürlich ein Gegner, den man sich einfach wünscht, um ihn einmal auf dem eigenen Geläuf zu haben und alles dagegenzuwerfen, was man zur Verfügung hat.“ In Schafhausen wird „das ganze Dorf auf den Beinen sein“, vermutet Halfenberg. „Wir haben absolut nichts zu verlieren und können völlig frei aufspielen. Dann gucken wird mal, was am Ende dabei herauskommt.“

Viktoria Köln wird mit B-Elf antreten

Der Favorit wird nach dem kräftezehrenden Duell mit Nürnberg mit einer B-Auswahl beim Landesligisten antreten. Im Tor könnte David Wyciok zum Einsatz kommen, in der Defensive werden voraussichtlich Verthomy Boboy, Jason Amann und Marco Pledl auflaufen und im Mittelfeld sowie der Offensive Samuele Carella, Eric Gueye, Raphael Ott und Jakob Sachse. Ihr Auftrag ist klar: Schritt eins auf dem langen Weg zurück in den DFB-Pokal gehen.