Der 18-Jährige feiert mit der U 19 große Erfolge und gibt sein Debüt in der U 21. Im Sommer läuft sein Vertrag aus.
RegionalligaJonathan Friemel erlebt beim 1. FC Köln turbulente Wochen

Der Höhepunkt der Saison: Jonathan Friemel (r.) spielt mit der U 19 des 1. FC Köln vor 50.000 Zuschauern gegen Inter Mailand.
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Hinter Jonathan Friemel liegen aufregende Monate: Der 18-Jährige gewann mit den U-19-Fußballern des 1. FC Köln im Mai die Deutsche Meisterschaft vor 24.000 Zuschauern in der Bay-Arena gegen Bayer 04 Leverkusen. Es folgte in den ersten Monaten der Saison 2025/26 der Höhenflug in der Youth League mit dem unvergesslichen Erlebnis im Sechzehntelfinale gegen Inter Mailand. Friemel führte die U 19 vor 50.000 Fans als Kapitän auf den Rasen des Rhein-Energie-Stadions. Das Europa-Abenteuer endete enttäuschend durch zwei Gegentore kurz vor Schluss. Die Südkurve munterte Friemel und seine Teamkollegen aber nach dem Abpfiff auf.
Nicht weniger ernüchternd endete die Premiere Friemels in der U 21: Der Außenverteidiger debütierte am vergangenen Samstag in der Startelf beim Spiel in Wuppertal. Mit der letzten Aktion des Spiels, Friemel war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt, traf der WSV zum 1:0. Friemel verließ das Feld in der 80. Minute, hatte sich bis dahin in seinem ersten Seniorenspiel als Linksverteidiger in der Fünferkette nichts zuschulden kommen lassen.
U-21-Trainer Evangelos Sbonias lobt Jonathan Friemel
Das war durchaus bemerkenswert, traf die U 21 doch auf einen Gegner, der ums sportliche Überleben kämpfte und eine körperliche Gangart wählte. Hinzu kamen ein unangenehmer Dauerregen und der immer schwerer zu bespielende Rasen im Stadion am Zoo.
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Auch U-21-Trainer Evangelos Sbonias bekannte hinterher: „Das war eine lange Überlegung, muss man ganz ehrlich sagen, denn es gibt Debüts, die ein bisschen einfacher sind.“ Letztlich entschied sich der Coach aber dafür, den ehemaligen deutschen U-15-Nationalspieler ins kalte Wasser zu werfen – mit Erfolg: „Ich finde, er hat gut seinen Mann gestanden, hat das sehr ordentlich gemacht. Daher bin ich rundum zufrieden mit seinem Debüt.“
Für Friemel selbst endete damit auch eine anstrengende Woche, denn drei Tage zuvor war er mit der U 19 noch im DFB-Pokal bei Eintracht Frankfurt im Einsatz und führte das Team als Kapitän ins Halbfinale. „Das war eine geile Woche für mich, weil ich viel spielen konnte“, sagte Friemel nach dem Abpfiff in Wuppertal, verriet aber auch: „Natürlich waren die Knochen noch ein bisschen müde, aber ich habe das im Spiel gar nicht so gemerkt. Die letzten Minuten waren dann aber schon anstrengend.“
Den turbulenten Wochen begegnet der Verteidiger positiv: „Es macht Spaß. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen.“ Vor Friemel liegen zudem auch entscheidende Wochen für die eigene Karriere. Friemel spielt sein letztes Jahr in der U 19 und der Vertrag am Geißbockheim läuft Ende Juni aus. Nach den Entwicklungen der vergangenen Monate ist ein Verbleib beim FC aber sehr gut vorstellbar. Im Sommer würde Friemel in die U 21 aufrücken und so noch näher an den Lizenz-Bereich herangeführt. Mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten haben zwei Teamkollegen bereits ihre Premieren in der Bundesliga feiern dürfen.

