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Regionalliga WestFortuna Köln baut beeindruckende Serie weiter aus

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Regionalliga West: Fortuna Köln - Rot-Weiß Oberhausen, 16.08.2025 Nico Thier Fortuna Köln, 7 jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Regionalliga West, Fortuna Köln - Rot-Weiß Oberhausen, 4. Spieltag, am 16.08.2025, Südstadion, Köln *** Regionalliga West Fortuna Köln Rot Weiß Oberhausen, 16 08 2025 Nico Thier Fortuna Köln, 7 cheers after his goal for 1 0 Regionalliga West, Fortuna Köln Rot Weiß Oberhausen, Matchday 4, on 16 08 2025, Südstadion, Cologne Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Meuselx

Fortuna Kölns Nico Thier traf in Velbert zum 2:0. 

Der Südstadt-Klub bleibt auch im 26. Spiel in Folge ungeschlagen und feiert einen wichtigen Auswärtssieg. 

Es war ein Wiedersehen unter alten Bekannten in der Regionalliga West: Auf der einen Seite stand der SC Fortuna Köln mit Trainer Matthias Mink, auf der anderen die SSVg Velbert – angeführt von Bogdan Komorowski, der einst die U 23 der Südstädter betreut hatte. Vor der Partie am Freitagabend hatte der 40-Jährige seinem Ex-Klub einen harten Kampf angekündigt. Und Velbert hielt Wort.

26. Spiel in Folge ungeschlagen

Am Ende aber setzte sich die Fortuna am Freitag mit 2:0 (1:0) durch, festigte ihre Tabellenführung und hielt den Vorsprung von acht Punkten auf Verfolger Rot-Weiß Oberhausen aufrecht. In Velbert war der Rasen nass und tief, der Spielrhythmus verlor sich früh in Zweikämpfen, ungenauen zweiten Bällen und kleineren Unsauberkeiten. Aus dem Spiel heraus fand die Fortuna zunächst kaum Zugriff. „Der Platz war schwer bespielbar, der Gegner war unangenehm. In der ersten Halbzeit war es ein chancenarmes Spiel, fehlerreich von uns“, resümierte Mink.

Fortunas Torwart Lennart Winkler verhinderte mit einer Glanztat den Rückstand. Stattdessen schlug die Fortuna kurz vor der Pause mit einem Standard zu: Kapitän Robin Afamefuna zirkelte einen Eckball auf Hamadi Al Ghaddioui, der den Ball wuchtig per Kopf im langen Eck unterbrachte (39.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Charakter des Spiels wenig: Velbert blieb leidenschaftlich, warf sich in jeden Zweikampf und kam dem Ausgleich mehrfach nahe. Einmal klatschte der Ball an die Oberkante der Latte, dann bekam Velberts Kapitän Felix Herzenbruch aus kürzester Distanz einen Abpraller vor die Füße – setzte ihn jedoch an den Pfosten.

Fortuna Köln zeigt Reife

Die Kölner überstanden die Druckmomente und nutzten schließlich eine ihrer wenigen klar ausgespielten Offensivaktionen. Rafael Garcia flankte von links, Nico Thier köpfte sehenswert zum 2:0 ein (79.). „In der zweiten Halbzeit gelang uns nicht viel. Aber der zweite Treffer war schön herausgespielt. Lennart hält uns zweimal im Spiel. Es war ein Arbeitssieg, den wir gerne mitnehmen“, sagte Mink.

Wettbewerbsübergreifend ist die Fortuna seit 26 Spielen ungeschlagen. Die Kölner sammeln ihre Punkte mit der Nüchternheit einer Spitzenmannschaft: nicht zwingend, weil sie jede Partie den Gegner komplett dominieren, sondern weil sie Lösungen finden, wenn das Spiel ihnen keine schenkt.

Am vergangenen Spieltag gegen Bocholt drehte die Fortuna die Partie nach einem Rückstand, in Velbert trotzte sie den Platzbedingungen und einem Gegner, der um jeden Meter kämpfte. Es sind häufig solche Partien, an denen Tabellenführer scheitern – weil sie über vergebene Chancen grübeln oder einen kurzen Wackler nicht mehr korrigiert bekommen.

Die Fortuna aber bleibt bei sich. Dass die Fortuna in Velbert gewinnen konnte, zeugt von einer Stabilität, die in den kommenden Wochen zum Maßstab werden dürfte. Am Samstag folgt das Heimspiel gegen den SV Rödinghausen, in der Woche darauf das Nachholspiel gegen Fortuna Düsseldorf II, anschließend das Halbfinale im Mittelrheinpokal gegen den Bonner SC.

Es sind Partien gegen Gegner, die dem Favoriten mit Widerstand und der Hoffnung aufs Straucheln begegnen. Bislang aber bleibt die Fortuna verlässlich: Sie nutzt Standards, übersteht heikle Phasen und erzielt aus wenigen klaren Momenten ihre Tore – vor allem, weil sie als Mannschaft geschlossen wirkt. Alles Eigenschaften eines Aufstiegsfavoriten.

Fortuna Köln: Winkler, Afamefuna, Fünger, Al-Azzawe, Strauch (88. Majetic), Geerkens (88. Statovci), Stanilewicz, Thier (79. Galjen), Garcia (79. Hekmat), Wirtz, Al Ghaddioui (71. Michelbrink). – Tore: 1:0 Al Ghaddioui (39.), 2:0 Thier (79.). – Zuschauer: 1040.