Beim 1:0-Erfolg des Teams von Trainerin Britta Carlson ist die Keeperin die entscheidende Spielerin.
Torhüterin hält ElfmeterIrina Fuchs rettet Sieg des 1. FC Köln in der Nachspielzeit

Torhüterin Irina Fuchs (rechts) lässt sich nach dem Sieg des 1. FC Köln gegen Freiburg für ihre starke Leistung feiern.
Copyright: IMAGO/Beautiful Sports
Es war ein dramatisches Finish zum Jahresauftakt: Die Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FC Köln haben dank einer Elfmeter-Parade ihrer Torhüterin Irina Fuchs in der Nachspielzeit den 1:0-(1:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg ins Ziel gerettet.
Zuvor hatte das Team insbesondere in 25-minütiger Überzahl die verdiente Vorentscheidung verpasst und eine Vielzahl guter Möglichkeiten verstreichen lassen. „Ich glaube, ich habe heute mein erstes graues Haar bekommen, weil wir es einfach vorher für uns hätten entscheiden können“, erklärte Kölns Trainerin Britta Carlson hinterher schmunzelnd und ergänzte: „Dann ist es ein bisschen typisch für uns, dass wir noch mal ins Straucheln kommen durch eine blöde Situation. Es ist aber schön, dass wir eine junge Torfrau haben, die auch vielleicht das nötige Glück hat.“
Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, dass wir das Spiel jetzt gezogen haben. Wir sind über die Monate etwas reifer geworden
Eben dieses Quäntchen Glück beim allerdings auch schwach geschossenen Elfmeter von Luca Birkholz, den Fuchs per Fuß abwehrte, „haben wir uns heute und vielleicht auch über die ganze Saison erarbeitet“, konstatierte Carlson, „deswegen bin ich extrem stolz auf die Mannschaft, dass wir das Spiel jetzt gezogen haben. Wir sind über die Monate etwas reifer geworden.“
Alles zum Thema Fußball-Bundesliga
- FC-Duell in Freiburg So startet Kwasniok ins Auswärtsspiel
- 2. Fußball-Bundesliga Elversberg ärgert sich über 1:1 gegen Bochum
- 2. Bundesliga Dzeko trifft bei Schalke-Debüt: Remis „fast wie ein Sieg“
- 2. Fußball-Bundesliga Doppelpack von Tigges sichert Paderborn Platz drei
- Spanier berichten Xabi Alonso für neuen Trainer-Job gehandelt
- Ausschreitungen 64 Polizisten bei Zweitligaspiel in Magdeburg verletzt
- 64 Polizisten bei Zweitligaspiel in Magdeburg verletzt
Zuvor hatte Kölns Celina Degen, die ihren 50. Bundesliga-Einsatz für den FC absolvierte, Freiburgs Kapitänin Lisa Karl im Fünfmeterraum per Schubser zu Fall gebracht. Das Malheur blieb aber unbestraft, sodass die FC-Frauen nach dem Schlusspfiff mit ihren Fans jubeln durften.
Die Gastgeberinnen kamen schwer ins Spiel. Freiburg hätte sogar in Führung gehen müssen, doch Leela Egli scheiterte freistehend an Irina Fuchs (34.). Kurz vor der Pause fiel das bis dahin schmeichelhafte Kölner Führungstor. Die bis dahin blasse Sandra Jessen setzte vom linken Flügel zur Flanke an, doch der Ball sprang Greta Stegemann im Sechzehner an den Arm. Schiedsrichterin Lara Wolf zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Martyna Wiankowska behielt die Nerven und verwandelte rechts unten zum 1:0 (43.).
Zoe Hasenauer hatte danach sogar die Chance zum 2:0, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Freiburgs Torfrau (45.). Der Führungstreffer wirkte wie ein Weckruf für die Gastgeberinnen. Die Kölnerinnen wurden mit zunehmender Spielzeit nach der Pause immer spielbestimmender – und die Gäste dezimierten sich selbst: Die bereits verwarnte Nia Szenk sah für einen rüden Rempler gegen die eingewechselte Weronika Zawistowska die gelb-rote Karte (65.).
Irina Fuchs bleibt beim 1. FC Köln die Nummer eins
Nach dem Spiel verriet Carlson noch, dass Fuchs in den kommenden Wochen die Nummer eins bleiben wird, obwohl Lisa Schmitz und Aurora Mikalsen nach ihren Verletzungen zurück sind: „Ich setze Irina nicht auf die Bank.“
1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (63. Matysik), Degen (90.+3 Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (83. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger, Stolze (63. Zawistowska) – Hasenauer (63. Bremer), Jessen. Tor: 1:0 Wiankowska (43., Handelfmeter). Zuschauer: 1530. Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Szenk (Freiburg/65.), Fuchs hält Foulelfmeter von Birkholz (90.+1).


