Die FC-Reserve empfängt am Samstagnachmittag Fortuna Düsseldorfs U23. Das Hinspiel war wild.
Vor Regionalliga-DerbyDer 1. FC Köln hat Wut im Bauch

Könnte zurückkehren: Routinier Sargis Adamyan
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Auf eine starke Hinrunde folgt bislang durchwachsene zweite Halbserie: Die U-21-Fußballer des 1. FC Köln stehen in der Rückrunden-Tabelle der Regionalliga West mit lediglich elf Zählern aus zehn Spielen nur knapp über der Abstiegszone. Diese Bilanz soll am Samstag (14 Uhr, Franz-Kremer-Stadion) im Derby gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf aufgebessert werden.
Dabei wollen die Kölner endlich ihre fußballerische Qualität wieder in Punkte ummünzen. In Siegen stand das Team zuletzt trotz eines starken Auftritts auf holprigem Geläuf nach dem nächsten Last-Minute-Nackenschlag mit leeren Händen da.
Trainer Evangelos Sbonias konstatierte, dass „die Jungs schon ein bisschen Wut im Bauch haben, weil sie wieder ein sehr gutes Spiel gemacht haben und wir ohne Punkte dastehen. So sind wir auch die Woche angegangen, mit ein bisschen Wut im Bauch.“
Düsseldorf soll Kölner Wut zu spüren bekommen
Diesen Frust soll am Samstag die Fortuna-Reserve zu spüren bekommen – und das mit mutmaßlich zahlreichen FC-Fans auf den Rängen. Da die Bundesliga-Profis des FC erst am Sonntag in Frankfurt im Einsatz sind, ist wieder mit einem lautstarken Kölner Anhang im Franz-Kremer-Stadion zu rechnen.
Die Gäste aus der Landeshauptstadt haben sich als aktueller Vierzehnter der Tabelle noch nicht sämtlicher Abstiegssorgen entledigt und dürften daher im Derby der Zweitvertretungen um jeden Zentimeter kämpfen: „Deshalb glaube ich schon, dass da auch wie in den letzten Spielen, eine große Emotionalität drin sein wird“, sagte Sbonias und skizzierte Fortunas Reserve: „Das ist ein Gegner, der übers Umschalten schon gute Waffen hat mit Geschwindigkeit vorne drin, auch sehr geradlinig nach vorne spielt.“
Großer Kölner Kampf im Hinspiel
An das Hinspiel hat der Coach gemischte Erinnerungen. Die U21 sah zur Halbzeit am Flinger Broich wie der sichere Verlierer aus, lag mit 0:3 zurück und hatte ihren Torwart-Debütanten früh verloren. Mikolaj Marutzki sah bei seiner Regionalliga-Premiere schon in der achten Minute die Rote Karte. Die FC-Talente zeigten jedoch Moral und erkämpften sich in der zweiten Hälfte in Unterzahl noch ein Unentschieden mit dem 3:3. „Es war wieder mal ein sehr wildes Spiel“, so Sbonias und forderte vor dem Wiedersehen: „Wir wollen schauen, dass das in keine wilde Richtung am Samstag geht, sondern dass wir das Spiel kontrollieren und dann schon deutlich unsere Qualitäten auf den Platz bringen wollen.“
Vor dem Wiedersehen beider Mannschaften hat sich die personelle Lage bei den Kölnern entspannt. Dafür sorgt auch das spielfreie Wochenende bei der U19, sodass einige Talente in den U-21-Kader aufrücken dürften. Jonathan Friemel, Luis Stapelmann, David Fürst, Jason Ponente-Ramirez und Kristiyan Irmiev trainierten im Wochenverlauf phasenweise mit der U21. Zudem ist Sargis Adamyan ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Da müssen wir schauen, wie es der Körper nach der Krankheit mitmacht“, zeigte sich der Trainer vorsichtig optimistisch. Arda Süne und Ilias Elyazidi absolvierten zumindest Teile des Trainings wieder mit dem Team. Für das Duo dürfte das Derby am Samstag aber vermutlich noch zu früh kommen. Nilas Yacobi wird hingegen neben dem Langzeitverletzten Malek El Mala definitiv fehlen.

