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Köln-ChorweilerFrüherer 1.FC Köln-Trainer macht sich für KSV Heimersdorf stark

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Fünf Männer stehen am Rand eines durchnässten Ascheplatzes.

Thomas Welter (ganz rechts) und Markus Anfang (Mitte rechts) machen sich für das Anliegen von Frank Kowarowski (Mitte), Sascha Recht (Mitte links) und Thomas Schlimkowski (ganz links) stark.

Markus Anfangs lange Karriere im deutschen Fußballbetrieb nahm beim KSV Heimersdorf ihren Anfang – heute sorgt er sich um den Fortbestand des Vereins. 

Markus Anfang hat Fußball von der Pike auf gelernt, war als Profispieler und Trainer von der Regionalliga bis zur 1. Bundesliga tätig. Kölnern dürfte er vor allem noch als Trainer des 1. FC Köln in der Saison 2018/2019 bekannt sein – weniger bekannt hingegen ist, dass seine Wurzeln im Kölner Norden liegen, nämlich beim KSV Heimersdorf.

„1979/1980 habe ich hier meine erste Saison gespielt und bin zehn Jahre geblieben, während mein Vater uns trainiert hat“, erzählt er. 2018 hatte er den Verein als FC-Trainer das letzte Mal besucht, nun war er wieder einer Einladung der Vereinsvorsitzenden Frank Kowarowski und Sascha Recht gefolgt – und zeigte sich angesichts des Zustands des Platzes einigermaßen enttäuscht. „Es hat sich hier seitdem wirklich gar nichts getan“, stellte er fest.

KSV Heimersdorf wartet auf Kunstrasen

Dem Verein macht der Modernisierungsstau auf der Sportanlage am Altenhofer Weg seit Jahren zu schaffen. Während die übrigen Vereine des Kölner Nordens längst über Kunstrasenplätze verfügen, spielt man in Heimersdorf noch auf einem Ascheplatz, allein das sorgt für Mitgliederschwund. Hinzu kommt, dass der Platz bei ungünstiger Witterung kaum nutzbar ist – bei Regenwetter steht er im Nu unter Wasser, bei Trockenheit wirbelt der Spiel- und Trainingsbetrieb dichte Staubwolken auf. Kowarowski und Recht hoffen auf eine Aussage der Stadt Köln darüber, wann der Platz ebenfalls mit einem Kunstrasenbelag ausgestattet wird – doch auf deren Prioritätenliste steht er an elfter Stelle. Gerade angesichts der Haushaltslage kann es Jahre dauern, bis konkrete Planungen überhaupt in Erwägung gezogen werden.

Dank des Regenwetters konnte sich Markus Anfang bei seinem Besuch selbst vom Nässe-Problem des Platzes überzeugen.

Dank des Regenwetters konnte sich Markus Anfang bei seinem Besuch selbst vom Nässe-Problem des Platzes überzeugen.

Auch weil der Verein heute vor allem im Damenfußball stark ist, ist Thomas Welter (CDU), Mitglied des Stadtrats, immer noch verstimmt darüber, dass der Platz Anfang des Jahres bei der Beantragung von Mitteln aus der sogenannten „Sportmilliarde“ des Bundes nicht berücksichtigt wurde. „Es geht ja nicht nur um den KSV Heimersdorf, wir haben mehrere Schulen und Kitas in der direkten Umgebung“, sagt Welter. „Der Platz könnte sehr intensiv genutzt werden“.

Anfang weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll ein Fußballverein für das soziale Leben sein kann. „Wir waren am Wochenende ganze Tage hier, gemeinsam mit unseren Eltern, das war wie eine große Familie“, erinnert er sich. „Aber für ein lebendiges Vereinsleben braucht es eine vernünftige Basis, und die bietet der Platz im Moment nicht.“

Welter fordert daher, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um dem Verein zu einem Kunstrasenplatz zu verhelfen. „Platz 11 auf der Prio-Liste reicht nicht, man muss auch einmal ausloten, welche Unterstützung von Land und Bund möglich wäre“, sagt er.  Anfang ist es wichtig zu betonen, dass es nicht darum geht, mit anderen Vereinen um Mittel zu konkurrieren: „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, es geht darum, dass dieser Verein mit seiner Infrastruktur nicht stirbt.“