Trainingsauftakt mit Zugang Lochoshvili – Kessler „überzeugt“ von El Malas Verbleib
Trainingsauftakt beim FCStart voller Hitze und Energie

Said El Mala (M.) in Aktion beim Trainingsauftakt für die neue Saison neben Luca Waldschmidt (l.) und Ragnar Ache
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Am Trainingsplatz 7 im FC-Sportpark roch es am Montag nach Sonnenmilch. Eine Woche vor den Schulferien nutzten zahlreiche Familien den Nachmittag für einen Ausflug, um dem 1. FC Köln bei der Rückkehr aus dem Urlaub zuzusehen. Auch Thomas Kessler war aus seinem Büro zum Platz gekommen. „Es ist schön, nicht mehr allein zu sein am Geißbockheim. Die positive Energie, die die Jungs aus dem Urlaub mitgebracht haben, tut uns allen gut. Es war ein guter Auftakt“, sagte der Kölner Sportchef.
Kapitän Marvin Schwäbe war ebenfalls zufrieden. „Perfektes Sommerwetter, perfekter Start. Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Die Pause war lang genug“, befand der Torhüter. Nach Berichten, der 31-Jährige könnte sich nach einem neuen Verein umsehen, erklärte Schwäbe, dem FC treu bleiben zu wollen. „Ich bin sehr zufrieden hier, gehe jetzt in mein sechstes Jahr. Ich weiß, was ich hier habe“, sagte er.
Die Trainingsgruppe zum Auftakt war nur in Ansätzen deckungsgleich mit dem Kader, den die Kölner zum Bundesliga-Auftakt Ende August stellen werden. Es wird noch viel Kommen und Gehen geben. Im vergangenen Jahr verpflichteten die Kölner allein fünf Profis nach dem Trainingslager: Marius Bülter, Kristoffer Lund, Cenk Özkacar, Rav van den Berg und Alessio Castro-Montes.
Bislang hat der 1. FC Köln extern Gideon Mensah (27/AJ Auxerre) und Luka Lochoshvili (28) verpflichtet. Mensah war nach seinem WM-Einsatz mit Ghana nur zur Vertragsunterschrift in Köln und verabschiedete sich gleich danach in den Urlaub. Der Linksverteidiger dürfte in knapp zwei Wochen im Trainingslager in Kitzbühel zur Mannschaft stoßen. Lochoshvili, vom 1. FC Nürnberg verpflichteter Innenverteidiger, erschien am Montag pünktlich zur ersten Einheit mit den neuen Kollegen. Per Option verpflichteten die Kölner bislang außerdem die letztjährigen Leihspieler Jahmai Simpson-Pusey (kam für 6 Millionen Euro von Manchester City) und Mittelfeldspieler Tom Krauß (für 3,5 Millionen Euro aus Mainz). „In der Innenverteidigung sind wir zu, auf der Linksverteidigerposition haben wir etwas gemacht. Wir werden sicherlich noch etwas im zentralen Mittelfeld tun und auch schauen, dass wir offensiv noch etwas tun“, sagte Kessler, der noch keine Zwischenbilanz des Transfersommers ziehen wollte. „Ich brauche heute keine Zufriedenheit, ich muss nach der Saison zufrieden sein. Ein bisschen was haben wir schon gemacht. Und es wird noch ein bisschen was dazukommen.“

FC-Zugang Luka Lochoshvili (links) mit Flügelstürmer Said El Mala
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Zwei Profis, die zuletzt verliehen waren, trainierten auch am Montag nicht mit den Kölnern: Yusuf Gazibegovic ist freigestellt, um nach einem halben Jahr bei Sturm Graz seine weitere Zukunft zu klären. Imad Rondic wird nach einem Halbjahr bei Zweitliga-Absteiger Preußen Münster ebenfalls einen neuen Verein suchen, der Trend geht für den Bosnier zu einem deutschen Zweitligisten.
Innenverteidiger Julian Pauli (20) absolvierte in der vergangenen Saison 21 Saisonspiele für Dynamo Dresden und ist für den Kölner Bundesligakader eingeplant. Elias Bakatukanda (22) verbrachte die abgelaufene Saison auf Leihbasis bei Blau-Weiß Linz in Österreich, wo er in der zweiten Saisonhälfte nach Verletzungen nicht mehr zum Einsatz kam. Der Verteidiger schließt derzeit seine Reha ab, allerdings hat der Verein bereits Gespräche mit ihm über eine weitere Leihe geführt.
Kessler „fest überzeugt“ von El Malas Verbleib beim FC
Auch Said El Mala erschien zum Auftakt, nach dem Saisonfinale hatte es daran Zweifel gegeben. Doch der Außenstürmer nahm das Angebot aus Brentford, zu dem ihm Kessler und sein Team verholfen hatten, nicht an. Das bedeutete einerseits, dass die Kölner nicht mit einem um 50 Millionen Euro höheren Budget in den Sommer gingen. Andererseits haben sie dafür nun einen Spieler, der auf Bundesliganiveau den Unterschied bedeuten kann. „Er ist hier, hat einen langfristigen Vertrag. Ich habe ihn vor dem Training abfangen können. Er wirkt voller Tatendrang, freut sich, hier zu sein. Und wir sind happy, dass wir ihn hier haben“, sagte Kessler nach einem engagierten Trainingsauftakt des Starspielers. Er sei „der festen Überzeugung, dass Said nächste Saison für den FC spielen wird“, sagte Kessler noch.
Dann kehrte er an die Arbeit zurück. Der Urlaub am Geißbockheim ist vorbei – bevor der Geschäftsführer selbst Zeit gehabt hätte, einen zu machen.
