Der Bundesligist leiht die Torhüterin für eine weitere Saison vom FC Liverpool aus.
FrauenfußballRafaela Borggräfe bleibt bei Bayer 04 Leverkusen und geht als Nummer eins in die Saison

Rafaela Borggräfe (l.), Torhüterin von Bayer 04 Leverkusen
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Als Bayer-Kapitänin Friederike Repohl im Februar mit einem Teilriss des Innenbands im rechten Knie passen musste, stand Torhüterin Rafaela Borggräfe bereit. Die kurz zuvor vom englischen FC Liverpool ausgeliehene 26-Jährige rückte unverhofft während des ersten Spiels nach der Rückkehr in die Frauen-Bundesliga zwischen die Pfosten – und Borggräfe machte ihren Job gut. Das galt auch für die folgenden Wochen.
Da überrascht die jüngste Nachricht aus Leverkusen nicht: Die Leihe wird um ein Jahr verlängert und die Keeperin auch in der kommenden Saison für Bayer 04 auflaufen. „Rafaela hat sich in der vergangenen Rückrunde ohne Anlaufschwierigkeiten eingefunden und war ein sehr guter Rückhalt für uns“, schaut Achim Feifel, Sportlicher Leiter der Bayer-Frauen zurück.
Sie dürfte die klare Nummer eins sein. Denn Repohl hat ihre Karriere beendet. Ein Prozess sei diese Entscheidung gewesen, so Repohl, der Entschluss über mehrere Monate gereift. Sie könne sich nicht mehr vorstellen, eine ganze Saison durchzuhalten, betonte sie wohl auch mit Blick auf ein von Verletzungen geprägtes vergangenes Jahr.
Damit kann Nachfolgerin Borggräfe durchstarten. Feifel traut ihr einiges zu. „Sie ist eine sehr professionelle Athletin, die sich immer weiterentwickeln und perspektivisch auch wieder in den Fokus der A-Nationalmannschaft rücken will. Mit diesen hohen Ansprüchen an sich selbst ist sie für uns sportlich, aber auch von der Mentalität her eine große Verstärkung. Durch ihre Leihe sind wir auf der Torwart-Position für die kommende Saison sehr gut aufgestellt“, ist er überzeugt.
Rafaela ist eine sehr professionelle Athletin, die sich immer weiterentwickeln und perspektivisch auch wieder in den Fokus der A-Nationalmannschaft rücken will
Nach ihrem Wechsel aus der englischen FA Women“s Super League (WSL) absolvierte die gebürtige Breisgauerin zehn Bundesligaspiele für Bayer 04. Zuvor hatte sie von 2013 bis 2025 für den SC Freiburg gespielt und war von dort nach Liverpool gewechselt. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchlief die 25-Jährige alle Nachwuchsteams bis zur U 23 und wurde im Dezember 2024 erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert.
„Die Entscheidung, noch ein Jahr bei Bayer 04 zu bleiben, ist mir leichtgefallen, weil ich mich sportlich und menschlich sehr wohlfühle und mich gut weiterentwickeln konnte“, sagt Borggräfe. In der neuen Saison wolle sie noch mehr Verantwortung übernehmen und konstant gute Leistungen zeigen.
