Breel Embolo will ein Foul schinden, doch der VAR überführt seine Schwalbe. Er fliegt vom Platz. Ein Vorgang, der zum Präzedenzfall in der WM-Historie wird.
Unter Tränen vom FeldSchweiz-Stürmer sorgt mit Schwalbe für WM-Novum

Breel Embolo ging nach seinem Platzverweis im Spiel der Schweiz gegen Argentinien unter Tränen vom Platz.
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Eine bemerkenswerte Szene ereignete sich im WM-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Argentinien, die für den ehemaligen Bundesliga-Akteur Breel Embolo (29) gravierende Konsequenzen hatte. Der Angreifer, der für Mönchengladbach und Schalke spielte, schadete seiner Mannschaft mit einer unsportlichen Aktion erheblich.
Unmittelbar nachdem die Eidgenossen den 1:1-Ausgleich gegen den amtierenden Weltmeister erzielt hatten, kam es zu dem Vorfall. Zuerst ahndete Schiedsrichter Joao Pinheiro (38) ein angebliches Foul an Embolo und verwarnte Leonardo Paredes (32).
VAR korrigiert Entscheidung und schickt Embolo vom Feld
Jedoch führte die Intervention des Videoassistenten zu einer Neubewertung der Situation. Die TV-Aufnahmen belegten eindeutig, dass es keine Berührung zwischen Embolo und Paredes gegeben hatte. Der Schweizer Stürmer hatte vielmehr versucht, einen Regelverstoß vorzutäuschen, indem er sein rechtes Bein ausstreckte. „Klare Schwalbe, er muss Gelb eigentlich zurücknehmen“, analysierte Kommentator Marco Hagemann (49) live bei MagentaTV. Nach Ansicht einer weiteren Wiederholung ergänzte Hagemann: „Wir gucken noch mal hin und sehen: Gar nichts“.
Daraufhin revidierte der portugiesische Unparteiische seine ursprüngliche Entscheidung. Er nahm die Verwarnung für Paredes zurück und zeigte stattdessen Embolo, der bereits vorbelastet war, die zweite Gelbe Karte. Der daraus resultierende Platzverweis in der Nacht zum Sonntag (12. Juli) war die logische Folge.
Ein Novum in der WM-Geschichte
Die Motivation für Embolos Täuschungsversuch im Mittelfeld bleibt unklar, zumal Paredes nicht vorverwarnt war und somit kein Feldverweis hätte provoziert werden können. Nach anfänglichem Widerspruch verließ Embolo, der seine erste Gelbe Karte kurz vor der Halbzeit ebenfalls nach einem Foul an Paredes erhalten hatte, sichtlich niedergeschlagen und unter Tränen das Spielfeld.
Mit diesem Vorgang wurde ein Präzedenzfall in der WM-Historie geschaffen. Zum ersten Mal wurde die Verwarnung eines Spielers nach VAR-Intervention zurückgenommen, um stattdessen den vermeintlich gefoulten Akteur wegen einer Schwalbe vom Platz zu stellen.
Ermöglicht wurde dies durch eine Regelanpassung vor dem Turnier. Nach dem alten Regelwerk wäre ein Eingriff des Videoassistenten in diesem Fall unzulässig gewesen, da es nicht um eine direkte Rote Karte ging. Für den früheren Bundesliga-Profi war die Partie somit vorzeitig beendet. (red)
