Er stand für den 1. FC Köln im Tor und war in den Bundesliga-Skandal verwickelt. Nun ist Manfred Manglitz mit 86 Jahren verstorben.
Ehemaliger FC-KeeperManfred Manglitz mit 86 Jahren gestorben

Torwart Manfred Manglitz sitzt am 10. November 1969 beim Training des 1. FC Köln auf Bällen.
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Der 1. FC Köln betrauert den Tod seines früheren Torhüters Manfred Manglitz. Der einstige Keeper der Geißböcke verstarb mit 86 Lebensjahren. Die Information über sein Ableben infolge einer kurzen, gravierenden Krankheit wurde vom MSV Duisburg veröffentlicht, einem weiteren Club, für den Manglitz spielte.
Für den 1. FC Köln stand Manglitz von 1969 bis 1971 zwischen den Pfosten. In beiden Jahren gelang ihm mit dem Verein der Einzug ins DFB-Pokalfinale, doch beide Endspiele gingen verloren. Zuerst unterlag die Mannschaft 1970 in Hannover den Kickers Offenbach mit 1:2. Ein Jahr darauf scheiterte man in Stuttgart am FC Bayern München mit 1:2 nach Verlängerung.
Karrierestart und Erfolge mit Duisburg
Am 8. März 1940 kam Manglitz in Köln zur Welt. Seine professionelle Laufbahn begann bei Bayer 04 Leverkusen (1961 bis 1963); mit diesem Verein gelang ihm 1962 die Qualifikation für die Fußball-Oberliga West. Anschließend war er von 1963 bis 1971 als Schlussmann im deutschen Fußball-Oberhaus tätig, zuerst beim Meidericher SV, der 1967 zum MSV Duisburg wurde.

Der Torwart beim Bundesligaverein Meidericher SV, Manfred Manglitz, schaut trotz eines mächtigen Sprungs dem Ball hinterher.
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Im Trikot der „Zebras“ kam er auf 192 Einsätze und feierte 1964 mit dem Meidericher SV die deutsche Vizemeisterschaft. In Duisburg wurde ihm wegen seines Auftretens der Beiname „Cassius“ verliehen, eine Anspielung auf den legendären Boxer Cassius Clay (später Muhammad Ali).
DFB-Team und der Bundesliga-Skandal
Auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft kam der gebürtige Kölner zum Einsatz und absolvierte von 1965 bis 1970 vier Länderspiele. Er gehörte 1970 zum Kader für die Weltmeisterschaft in Mexiko, bei der die DFB-Auswahl den dritten Rang erreichte.
Seine Karriere wurde vom Bundesliga-Skandal 1970/71 überschattet, in den er während seiner Kölner Zeit verstrickt war. Weil er dem damaligen Offenbacher Präsidenten Horst-Gregorio Canellas ein klares Bestechungsangebot gemacht hatte, erhielt er eine zweifache lebenslange Sperre. Diese wurde allerdings nach zwei Jahren wieder aufgehoben.
Im Anschluss an seine Begnadigung war Manglitz noch für den 1. FC Mülheim (5 Spiele in der zweithöchsten Spielklasse) und den heimatlichen Verein SC West Köln aktiv. In der Mitte der Siebzigerjahre verlagerte Manglitz seinen Wohnsitz nach Spanien, wo er zwischen Benidorm und Alicante ein Restaurant betrieb. (red)
