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Kommentar zu StrafeAlexander Zverev hat wieder einmal mehr Glück als Verstand gehabt

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Zverevangriff

22. Februar: Alexander Zverev attackiert Stuhlschiedsrichter Alessandro Germani in Acapulco

Köln – Für die Bewertung der Bewährungsstrafe des Tennisspielers Alexander Zverev genügen kurze Sätze mit einfachen Worten. Der deutsche Star hat mehr Glück als Verstand gehabt. Wie so oft. Acht Wochen Sperre im Wiederholungsfall, ausgesetzt für ein Jahr, ist als Maßnahme für den Jähzornigen weit unter dem als angemessen Vermittelbaren.

Die Reaktionen bekannter Tennisspieler und Experten auf das Ausbleiben einer unmittelbaren Sperre waren eindeutig. Der siebenmalige Grand-Slam-Sieger Mats Wilander erklärte, es sei unverständlich, dass solch ein Spieler ohne ein überzeugendes Programm zu besserer Aggressionskontrolle einfach weiterspielen kann. Serena Williams, die beste Spielerin der Neuzeit seit Steffi Graf, erklärte sarkastisch, für ein ähnliches Vergehen wie das des Deutschen hätte man sie vermutlich ins Gefängnis gesteckt.

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Alexander Zverev wird trotz seines tätlichen Angriffes auf einen Schiedsrichter in Acapulco weiterspielen und seine Konten mit Preisgeldern auffüllen können, aber er kann immerhin nicht so tun, als sei nichts geschehen. Sollte er wieder damit beginnen, Schläger zu zertrümmern und Leute zu beschimpfen, wird das harte Folgen für ihn haben. Erstens wird er zwei Monate gesperrt. Zweitens wird das die Untersuchungen im Zusammenhang mit den Vorwürfen häuslicher Gewalt der Ex-Freundin Olga Sharipova kaum positiv beeinflussen.

Irgendjemand aus seinem schillernden Umfeld sollte Alexander Zverev klar machen, welches langfristige Image-Problem ihm als Mensch und Tennisspieler droht. Dass es nicht genügt, am Tag nach dem direktesten physischen Angriff eines Spielers auf einen Schiedsrichter in der jüngeren Tennis-Geschichte Fassungslosigkeit und Bestürzung über sich selbst zu zeigen. Wenn das nicht der wahre Alexander Zverev war, dann muss der echte zum Vorschein kommen und es uns langfristig beweisen. Es wäre unglaublich tragisch, wenn das funkelnde, faszinierende Talent dieses physisch und spielerisch begnadeten Athleten durch sein Auftreten dauerhaft beschädigt wurde.