Zweitliga-Team von Trainer Michael Koch muss sich Crailsheim mit 71:79 geschlagen geben.
BasketballBayer Giants Leverkusen kämpfen vergeblich

Kobe Langley (rechts) war mit 15 Punkten bester Werfer der Bayer Giants.
Copyright: Uli Herhaus
Frank Rothweiler, Abteilungsleiter Basketball in Leverkusen, hatte kurz vor der Partie gegen Crailsheim angemerkt, dass die Giants tunlichst dafür sorgen sollten, nicht früh zweistellig in Rückstand zu geraten. Denn dann würde es gegen den stark besetzten Gegner so richtig schwer werden.
Und so kam es dann auch. Am Ende unterlagen die Bayer-Korbjäger in der Zweiten Bundesliga (Pro A) mit 71:79 (24:39). Diese ominösen, von Rothweiler erwähnten zehn oder mehr Zähler konnten die knapp 1600 Fans in der Ostermann-Arena bereits nach sechs Minuten den Anzeigetafeln entnehmen: Mit 14:4 führten die Gäste, 21:11 hieß es nach zehn Minuten, in denen die Gastgeber eine fürchterliche Trefferquote hingelegt hatten.
Bayer Giants verkürzen Punkt um Punkt
Diese wurde im zweiten Viertel kaum besser, denn 13 Punkte in diesem Abschnitt stellten nur einen geringen Fortschritt zu den zuvor erzielten elf Zählern dar. Die Dreierquote lag bei unter zehn Prozent; Crailsheim führte beim Gang in die Kabinen mit 39:24. Nicht uneinholbar, aber angesichts der bislang gezeigten Vorstellung nur schwer vorstellbar, dass den Bayer Giants noch die Wende gelingen sollte.
Alles zum Thema Leverkusen Chempark
- Basketball Bayer Giants Leverkusen kämpfen vergeblich
- Nachruf Leverkusener Musiker Rainer Heide ist gestorben
- Lkw Der Leverkusener Innovationspark ist auch ein nächtlicher Parkplatz
- Analytische Taskforce Köln Spezialteam der Feuerwehr spürt gefährliche Stoffe auf
- Rückblick 2025 Wie das US-Geschäft Biofrontera in Leverkusen schwächt
- Rückblick 2025 Ein Leverkusener Dax-Konzern wird arabisch
Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst gut für die Gäste weiter: Beim 46:26 für Crailsheim lagen zum ersten Mal 20 Zähler zwischen beiden Teams. Es wurde leise in der Ostermann-Arena. Aber nicht lange. Denn plötzlich fanden Leverkusens Würfe ins Ziel. Ob „gewürgte“ an Korbnähe durch Donte Nicholas und Dennis Heinzmann oder wilde Dreier von Kobe Langley – Bayer verkürzte Punkt um Punkt; nach dem Korb von Nicholas zum 43:49 war der Lärmpegel auf einem Rekord-Niveau am Sonntagnachmittag.
Ergebnistechnisch können wir erhobenen Hauptes die Halle verlassen. Für ein noch besseres Resultat muss schon eine perfekte Leistung gegen einen Gegner wie Crailsheim her. Aber die fehlte in der ersten Hälfte
Kurz darauf traf John Williams zum 49:51 und hatte im nächsten Angriff sogar die Chance, die erste Führung seines Teams zu markieren. Aber der US-Amerikaner vergab. Damit war der Run der Giants erst mal beendet, aber das 50:57 Ende des dritten Viertels ließ wieder von einem Erfolg träumen. Crailsheim verteidigte in den finalen zehn Minuten seinen Vorsprung allerdings, profitierte dabei auch von Giants-Fehlern.
„Ergebnistechnisch können wir erhobenen Hauptes die Halle verlassen. Für ein noch besseres Resultat muss schon eine perfekte Leistung gegen einen Gegner wie Crailsheim her. Aber die fehlte in der ersten Hälfte. Dennoch können wir auf der Vorstellung der zweiten Hälfte aufbauen“, so Frank Rothweiler.
Bayer Giants: Langley (15), Lynch (14), Nicholas (13), Kahl (12), Heinzmann (8), Williams (3), Urbansky (3), Brach (3).

