Die Zweitligamannschaft von Trainer Michael Koch reist als Außenseiter zum Tabellenzweiten.
BasketballDeshalb wollen die Bayer Giants Leverkusen in Crailsheim das Tempo drosseln

Sören-Eyke Urbansky (Mitte) will bei den Bayer Giants Leverkusen seine physischen Vorteile zur Geltung bringen.
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Im Hinspiel unterlagen die Bayer Giants den Hakro Merlins Crailsheim in der Ostermann-Arena mit 71:79. Damals war es ein Start-Ziel-Sieg Crailsheims, der am Ende aber noch mal etwas ins Wackeln geriet, nachdem sich die Giants im dritten Viertel Punkt um Punkt herangekämpft hatten. Aber die Gäste mit dem Ex-Giant Gabriel de Oliveira konnten sich mit ihrer Qualität durchsetzen.
Nun also am Samstagabend das zweite Aufeinandertreffen. Außenseiter ist wieder Leverkusen; das ist nunmal so, wenn der Tabellenzweite den Drittletzten der Liga empfängt. Der Vorsprung der Bayer-Basketballer auf die Abstiegsränge der Zweiten Bundesliga (Pro A) ist am vergangenen Wochenende geschmolzen, da Münster und Wolmirstedt ihre Partien gewannen. Der Druck auf die Giants ist daher wieder angewachsen.
Zudem sind nur noch sechs Begegnungen zu absolvieren. Sechs Begegnungen, in denen Coach Mike Koch und seine Spieler punkten können. Da zählt das Duell in Crailsheim zu den schwierigsten Herausforderungen. Schließlich stehen die Merlins nicht umsonst auf dem zweiten Platz und sind einer der Anwärter auf den Bundesliga-Aufstieg. Sie weisen mit durchschnittlich 77,6 kassierten Punkten die beste Defense der Liga auf. Die Giants liegen bei 85,2 Zählern.
Das klingt nach einem gar nicht so großen Unterschied. In der Pro A gibt es sechs Mannschaften, die sich mehr Körbe als das Bayer-Team eingefangen haben, dazu eine Handvoll an Klubs, die nur ein paar Punkte weniger auf ihrem Konto haben. In dieser Kategorie liegen die Giants im Mittelfeld. Vielmehr macht die Offense den Leverkusenern zu schaffen. Nur Schlusslicht Münster hat weniger Punkte erzielt. Gegen Crailsheim wird es schwer, beide Bilanzen aufzuhübschen.
Crailsheims Defense ist physisch noch stärker als die von Karlsruhe, von daher war unser letztes Spiel ein guter Test
„Crailsheims Defense ist physisch noch stärker als die von Karlsruhe, von daher war unser letztes Spiel ein guter Test“, stellt Mike Koch fest. Dass sein Team diesen Test klar nicht bestanden hat, macht deutlich, dass sich die Giants beim Aufstiegsaspiranten massiv steigern müssen, um eine Chance zu haben. „Der Gegner hat zudem noch die meisten Steals und wird auch gegen uns versuchen, Ballverluste zu provozieren. Wir dürfen uns nicht deren Spiel aufzwingen lassen, müssen den Ball gut bewegen, dürfen nicht zu viel dribbeln. Außerdem muss es unser Ziel sein, das Tempo, das Crailsheim mit seiner Spielweise hochhält, herauszunehmen“, so Koch weiter.
Offensiv kann eine Marschroute so aussehen, dass die Rheinländer den Ball vermehrt in die Zone bringen, ihre Center suchen. Dennis Heinzmann, Sören-Eyke Urbansky und auch Lok Wur sollen ihre Physis am Brett nutzen können. Das funktioniert gegen ein so reboundstarkes Team wie Crailsheim aber nur mit guten Anspielen; auf viele Offensivrebounds dürfen die Gäste nicht hoffen. In den Reihen der Leverkusener stehen genug gute Passgeber, um die Langen in Szene zu setzen.

