Die Leverkusener Fußballerinnen sind nach dem späten 1:2 bei Werder Bremen frustriert.
FrauenfußballBayer 04 erlebt Schock in der Nachspielzeit

Bremens Jasmin Sehan dreht nach ihrem Siegtor gegen Bayer 04 jubelnd ab.
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Frust und Freude waren nach dem Frauen-Bundesligaspiel auf Platz 11 des Bremer Weserstadions klar verteilt. Die Leverkusener Fußballerinnen blickten konsterniert in den Nachthimmel über der Hansestadt, während der SV Werder ein Happyend bejubelte.
Für Jasmin Sehan galt das in besonderer Form. Die Bremerin hatte durch ihren Treffer in der Nachspielzeit nicht nur den 2:1 (0:1)-Sieg perfekt gemacht, sondern auch ein traumhaftes Comeback nach mehrmonatiger Zwangspause aufgrund von Knieproblemen. „Natürlich hofft man immer, dass man entscheidende Akzente setzen kann und dass es heute geklappt hat, macht den Sieg noch besser“, sagte die 26-Jährige.
Eine ganz andere Perspektive fand verständlicherweise Bayer-Trainer Robert de Pauw: „Es ist sehr ärgerlich, dass wir in den letzten Minuten so viel zugelassen haben und in den Zweikämpfen nicht präsent genug waren. Wir haben oft am Ball keine guten Entscheidungen getroffen. Dadurch haben wir uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“
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Der Niederländer hatte in der Startelf auf seine angeschlagene Kapitänin Elisa Senß verzichtet. Ohne die vor dem Jahreswechsel so starke Nationalspielerin tat sich Leverkusen zunächst schwer. Die Gastgeberinnen wirkten wacher und engagierter. Doch mit der ersten Chance ging Bayer 04 in Front: Synne Skinnes Hansen zog aus der Distanz ab, Werder-Keeperin Livia Peng ließ den Ball vor die Füße von Nikola Karczewska abprallen und die Polin traf locker zum 1:0 (21.). Der Treffer bremste sichtlich den Bremer Elan. So blieb es zur Pause bei der Gästeführung.
Eigentor von Leverkusens Synne Skinnes Hansen
Werder-Trainer Thomas Horsch fand in der Kabine jedoch offenbar die richtigen Worte. Seine Elf drehte jedenfalls anschließend wieder auf. Zunächst blieben Chancen ungenutzt, nach einem Eckball setzten die Bremer am kurzen Pfosten nach und erzwangen so ein Eigentor durch Skinnes Hansen (76.). Und in der Nachspielzeit drehte die eingewechselte Sehan mit ihrem Kopfball (90.+1) die Partie komplett.
„Ich hatte im Laufe der zweiten Halbzeit ein schlechtes Gefühl. Wir haben kaum noch Bälle gehalten und Bremen war nach Ecken jederzeit gefährlich – genau, wie wir es vorher gesagt hatten“, so de Pauw, dessen Team am Sonntag, 4. Februar, 14 Uhr, mit der Partie gegen den VfL Wolfsburg im Haberland-Stadion in die Rückrunde startet.
Bayer 04: Repohl - Ostermeier, Friedrich, Turányi, Skinnes Hansen, Zdebel (46. Senß), Kögel (66. Bender), Siems (87. Matysik), Vilhjálmsdóttir, Karczewska (87. Jorde), Wieder (66. Merino Gonzalez). Tore: 0:1 Karczewska (21.), 1:1 Nemeth (76.), 2:1 Sehan (90.+1). Zuschauer: 954.

