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FrauenfußballSofie Zdebel entscheidet mit einem Geniestreich das Derby für Bayer 04 Leverkusen

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Frauen Fußball-Bundesliga Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln, 13.02.2026 Torjubel nach dem 2:0 durch Sofie Zdebel Bayer 04 Leverkusen, 16 Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln an Spieltag 18 der Google Pixel Frauen-Bundesliga am 13.02.2026 im Ulrich-Haberland-Stadion in Leverkusen Nordrhein-Westfalen. DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. *** Womens Soccer Bundesliga Bayer 04 Leverkusen 1 FC Köln, 13 02 2026 Goal celebration after the 2 0 by Sofie Zdebel Bayer 04 Leverkusen, 16 Bayer 04 Leverkusen 1 FC Köln on matchday 18 of the Google Pixel Womens Bundesliga on 13 02 2026 at Ulrich Haberland Stadium in Leverkusen North Rhine-Westphalia DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/AxelxKohringx

Die Spielerinnen von Bayer 04 Leverkusen jubeln nach dem Tor von Sofie Zdebel. 

Die 21-Jährige trifft beim 2:1 gegen den 1. FC Köln aus 18 Metern in den Winkel.

Das Zittern in den Schlussminuten dürfte schnell aus den Erinnerungen der Leverkusener Erstliga-Fußballerinnen verschwinden. In die Karnevalstage begleiten werden sie vielmehr die Gedanken an die schönen Seiten dieses Winterabends im Haberland-Stadion, allen voran an das Resultat: Mit 2:1 (2:0) gewann die Elf um Coach Roberto Pätzold gegen den 1. FC Köln.

Die Leverkusenerinnen erteilten damit der Ambition des erstarkten Rivalen, sie im Klassement zu überholen, eine coole Abfuhr. Bayer 04 ist sechs Zähler voraus und darf wieder von Platz drei und dem internationalen Geschäft träumen.

Vanessa Fudalla erzielt ihr zwölftes Saisontor für Bayer 04 Leverkusen

Ebenfalls zu den schönen Seiten jenes Winterabends, vielleicht sogar den schönsten, gehörte Sofie Zdebels Geniestreich in der 37. Minute: Die 21-Jährige fackelte nicht lange, als der als Klärungsaktion gedachte Kopfball einer Kölnerin vor ihren Füßen landete. Die Mittelfeldspielerin ließ den Ball einmal aufspringen, um ihn dann aus 18 Metern volley in den rechten Winkel zu schießen. Ihr erster Saisontreffer war ein Traumtor – und eines, das die Weichen auf Sieg stellte. Denn zuvor hatte Vanessa Fudalla bereits die Führung besorgt (17.).

Unverdient war dieser Vorsprung nicht. Die nach dem vorangegangenen 0:1 bei Eintracht Frankfurt auf drei Positionen veränderte Bayer-Elf war überzeugend in das Derby gestartet. Torhüterin Rafaela Borggräfe, die die verletzte Friederike Repohl vertrat und damit zu ihrem Startelf-Debüt kam, hatte wenig zu tun. Die beiden weiteren Neuen in der Anfangsformation waren Lilla Turanyi und Torschützin Zdebel.

Köln hat eine sehr intensive Spielweise und wir mussten vor allem in der ersten Halbzeit sehr viel investieren. Es gab auch glückliche Momente, wir haben dann aber eiskalt zugeschlagen
Roberto Pätzold, Trainer der Fußballerinnen von Bayer 04 Leverkusen

Die erste Chance für Bayer 04 hatte Kristin Kögel, die von Fudalla angespielt aus der Distanz nicht gut genug zielte. Kurz darauf versuchte es Fudalla selbst, die aber an FC-Torhüterin Irina Fuchs scheiterte (14.). Drei Minuten später profitierte Leverkusens beste Torschützin dann von Fuchs' Fauxpas. Die Kölnerin spielte den Ball ohne Not in Fudallas Füße. Die Angreiferin schüttelte Fuchs mit einem Haken ab und schob vorbei an zurückgeeilten Keeperin locker zum 1:0 ein (17.). Es war ihr zwölfter Saisontreffer.

Zwanzig Minuten später ließ Zdebel die Leverkusener Anhänger erneut jubeln. So ging es mit einem 2:0 in die Pause. „Köln hat eine sehr intensive Spielweise und wir mussten vor allem in der ersten Halbzeit sehr viel investieren. Es gab auch glückliche Momente, wir haben dann aber eiskalt zugeschlagen“, fand Pätzold.

Notgedrungen wechselte FC-Trainerin Britta Carlson offensiv, brachte Stürmerin Pauline Bremer für Adriana Achcinska und ließ ihr Team mutiger agieren. Klare Chancen sprangen für die Kölnerinnen aber nicht heraus. Weil allerdings Kögel eine gute Möglichkeit ausließ und auch Carlotta Wamser nicht traf, durften die Gäste weiterhin von einer Aufholjagd träumen. Nachdem FC-Torjägerin Sandra Jessen das 1:2 verpasst hatte (81.), glückte der eingewechselten Bremer per Kopfball der Anschlusstreffer (88.).

Nun versuchten die Gäste noch einmal alles. Der Lucky Punch gelang aber nicht. „Man hat gemerkt, dass es ein hartes Stück Arbeit war. Insgesamt geht der knappe Sieg, wenn man die Spielanteile und die Chancen betrachtet, in Ordnung“, sagte Pätzold. Noch euphorischer zeigte sich Traumtor-Schützin Zdebel. „Sehr geil“ seien Derbysieg und der Treffer gewesen, sagte sie. „So viele Tore mache ich ja nicht, aber heute war ein guter Zeitpunkt.“ Für ihre Mannschaft geht es am Sonntag (22. Februar/14 Uhr) mit der Begegnung gegen Hoffenheim im Haberland-Stadion weiter.

Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Wamser - Piljic (46. Vidal), Zdebel (62. Grant) - Bender (72. Friedrich), Kögel - Kehrer (78. Mädl), Fudalla (62. Kramer). Tore: 1:0 Fudalla (17.), 2:0 Zdebel (37.), 2:1 Bremer (88.). Zuschauer: 1068.