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HandballElfen erleiden Dämpfer zum Jahresauftakt

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Sophia Cormann Bayer Leverkusen,No.10 in Aktion DEU, Leverkusen 31.08.2025 Handball, 2. Bundesliga Frauen 2025/2026, 1. Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - VfL Waiblingen *** Sophia Cormann Bayer Leverkusen,No 10 in action DEU, Leverkusen 31 08 2025 Handball, 2 Bundesliga Women 2025 2026, 1 Matchday, Bayer 04 Leverkusen VfL Waiblingen

Leverkusens Kapitänin Sophia Cormann (M.)

Die Leverkusener Zweitliga-Handballerinnen unterliegen im Heimspiel dem FSV Mainz 05 25:32.

Der TSV Bayer 04 Leverkusen ist mit einem Dämpfer ins neue Jahr gestartet. Gegen den FSV Mainz 05 setzte es eine am Ende deutliche 25:32 (15:16)-Heimniederlage. Dabei war es im ersten Durchgang noch ein sehr ordentlicher Auftritt der Werkselfen. Auch gegen Mainz legte Leverkusen wieder los wie die Feuerwehr. Jessy-Marlonne Souza und Sophia Cormann brachten die Zweitliga-Handballerinnen früh in Front (2.), Bayers Sportliche Leiterin Annika Ingenpaß erzielte das 3:1 (4.). Doch Mainz ließ sich nicht abschütteln, kam zurück und dank eines Doppelschlags zum 3:3 (5.). Britta van der Baan und Ingenpaß stellten wieder eine Zwei-Tore-Führung her, aber Bayer 04 verpasste es, zu erhöhen, weil Denise Mol das Tor nicht und Dana Gruner nur die Latte traf (7., 8.) – ein Fingerzeig für das, was die Zuschauer in der Ostermann-Arena generell an diesem Samstagabend noch öfter zu sehen bekommen sollten: vergebene Chancen der Werkselfen.

Dadurch kam Mainz nicht nur zum 5:5-Ausgleich (10.), sondern ging selbst erstmals in Führung, und Leverkusen war es, das fortan der Musik leicht hinterherlief. Trotz zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand von 11:13 (20.), 12:14 (22.) und 13:15 (25.) bis hin zu 14:16 (27.) ließ Bayer aber nicht locker und kam durch Souza mit einem Buzzer Beater noch zum 15:16-Anschlusstreffer.

Leistungsabfall in der zweiten Hälfte

Das hätte eigentlich für einen Schub sorgen müssen, doch die Gastgeberinnen ließen im zweiten Spielabschnitt vieles vermissen, was im ersten noch über weite Strecken funktioniert hatte. Zwar kamen die Leverkusenerinnen kurz nach Wiederanpfiff noch zum 16:16-Ausgleich, Mainz ging aber umgehend wieder in Führung und erspielte sich bis zur 40. Spielminute einen Vier-Tore-Abstand (17:21).

Entschieden war die Partie aber noch nicht: Kurz darauf konnte Cormann nur noch rüde gestoppt werden, was einen Siebenmeter und eine Zwei-Minuten-Strafe für die Mainzerin Claire Ramacher zur Folge hatte. Britta van der Baan verwandelte zum 18:21 und Torhüterin Nela Zuzic gelang es mit einem Wurf aus dem eigenen Strafraum auf 19:21 zu verkürzen (41.). Zwei Paraden der Mainzer Schlussfrau Aurora Kryeziu ermöglichten es ihrem Team, auf 23:19 zu stellen.

Sophia Cormann sieht positive Ansätze

Wieder kam Leverkusen zurück, verkürzte auf einen Abstand von zwei Treffern (21:23/46., 22:24/48., 23:25/51.), verlor danach aber völlig den Faden und kassierte bis zur 55. Spielminute vier Gegentreffer, ohne einen eigenen Stich setzen zu können. Damit war die Begegnung entschieden. Mainz erzielte noch drei Treffer, Leverkusen nur noch zwei zum 25:32-Endstand.

„Wir haben viel zu viel verworfen, das war wirklich keine gute Quote“, sagte Bayer-Kapitänin Cormann. Trotz der Niederlage könne man aber einen Aufwärtstrend feststellen. „Wir haben viel an unserer Ausdauer gearbeitet. Das hilft. Und wir versuchen nun weiter unseren Angriff und unsere Abwehr zu optimieren“, erklärte Cormann.

„Es war nicht das Spiel, wie wir es in den vergangenen Wochen auf die Platte gebracht haben. Wir waren nicht wach genug und haben in der Abwehr nicht den Zugriff gefunden“, sagte Leverkusens Interimstrainerin Sybille Gruner. Bayer hatte dadurch ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr entgegenzusetzen. Dennoch unterschied sich diese Niederlage von den vielen anderen dieser Spielzeit und der davor, denn athletisch war das Team in der Lage, die volle Spielzeit Paroli zu bieten.