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HandballSybille Gruner hat den Elfen das Selbstvertrauen zurückgebracht

2 min
09.11.2025, Handball-Bayer 04 Leverkusen-Buchholz

TR: Sybille Gruner (Bayer)

Foto: Uli Herhaus

Leverkusens Trainerin Sybille Gruner (stehend)

Die Leverkusener Handballerinnen wollen nach dem Sieg in Lintfort am Samstag in eigener Halle gegen Mainz nachlegen.

Sybille Gruner hat eine gelöste Stimmung bei ihren Schützlingen ausgemacht. „Das ist spürbar, auch, wenn wir natürlich um unsere Situation wissen, die weiterhin kritisch ist“, sagt die Interimstrainerin des TSV Bayer 04. Leverkusen hat sich durch den 33:22 (18:8)-Auswärtserfolg beim TuS Lintfort im Abstiegskampf zurückgemeldet. Die Rote Laterne gab das Team an die Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten ab, auch die SG Kirchhof ließ Bayer zunächst einmal hinter sich.

„Es ist der Lohn für anderthalb richtig gute Trainingswochen“, meint Gruner, die hofft, dass das Glück weiter mit den Tüchtigen ist – so auch am Samstag (18 Uhr), wenn der FSV Mainz 05 in der Ostermann-Arena gastiert. Sowohl an Silvester als auch an Neujahr bat sie für die Vorbereitung zum Training in die Halle. Ihre Spielerinnen folgen ihr. Zum einen, weil der Sieg über Lintfort den Glauben in den unter Gruner eingeschlagenen Weg des Fleißes stärkt. Zum anderen, weil die 56-Jährige selbst mit bestem Beispiel vorangeht, schließlich übernimmt sie die Rolle der Trainerin eines Zweitligisten mal eben neben einem Vollzeitjob.

Die Elfen sind wieder wettbewerbsfähig

In jedem Fall ist Bayer Leverkusen unter ihr wieder wettbewerbsfähig geworden, gewann zweimal und erzielte immerhin schon drei Mal 30 oder mehr Treffer in einem Spiel, was grundsätzlich schon mal die Wahrscheinlichkeit auf Zählbares erhöht. „Die Dominanz, die wir in Lintfort gezeigt haben, hat einen Boost für das Selbstvertrauen gebracht.“ Kurzum: Der Glaube ist zurück bei den Werkselfen. „Sie haben gesehen: Das können wir erreichen, wenn alle bereit und wach sind“, sagt Gruner über ihre Schützlinge. Mit Mainz gastiert nun eine Mannschaft, die im Mittelfeld der Tabelle steht. „Wir sind zwar immer noch kein Favorit, aber die Konkurrenz kommt immerhin nicht mehr nur nach Leverkusen, um die Punkte mitzunehmen. Wir wollen uns wehren“, kündigt Gruner an.

Sie erwarte einen körperlich sehr starken Gast, der im Zusammenspiel mit dem Kreis sehr gut sei. Hinzu komme, dass Mainz individuell auch stärker besetzt sei als Lintfort und über einen gefährlichen Gegenstoß verfüge. „Wir müssen wieder eine aggressive Abwehr stellen. Schnell nach vorne, schnell zurück – darauf wird es für uns ankommen“, prophezeit die Trainerin. Um im Angriff überraschen zu können, hat sie mit ihrem Team im Training noch zwei, drei Optionen erarbeitet. Ob diese zum Einsatz kommen und aufgehen, werde sich zeigen.