Der vierfache Weltmeister zeigte sein Können auf der „Grünen Hölle“. Dabei kam es zu einigen brenzligen Situationen.
Riesiger Ansturm auf NordschleifeMax Verstappen verzaubert die Eifel – und behält in „Grüner Hölle“ die Nerven
Mit einer Rekordkulisse von rund 352.000 Zuschauern erlebte das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am Wochenende nicht nur ein hochdramatisches Finale. Bei den Motorsport-Fans rund um die „Grüne Hölle“ herrschte beste Stimmung.
Im Mittelpunkt stand Max Verstappen, der bei seinem Debüt lange Zeit auf dem Weg zum Gesamtsieg war, bis ein technischer Defekt rund dreieinhalb Stunden vor Schluss alle Hoffnungen zunichte machte. Der Formel-1-Weltmeister kündigte aber anschließend euphorisch an, nächstes Jahr wieder die berühmte Rennstrecke in der Eifel besuchen zu wollen.

Max Verstappen im Fahrerlager des Nürburgrings
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Max Verstappen begeistert in der Eifel auf dem Nürburgring
Der Niederländer teilte sich bei Verstappen Racing den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 3 mit den erfahrenen GT-Piloten Daniel Juncadella, Jules Gounon und Lucas Auer. Von Position vier gestartet, zeigte Verstappen vor allem in seinen Nacht- und Morgenstints eine beeindruckende Performance.
Unter wechselhaften Bedingungen mit Regen und wechselnder Fahrbahn überholte er souverän und baute einen Vorsprung von bis zu 47 Sekunden auf das Schwesterfahrzeug auf. Doch sorgte ein Defekt für ein jähes Ende.
Die Probleme traten auf, nachdem der 28-Jährige seinen Boliden an Daniel Juncadella übergeben hatte. Der Mercedes wurde stetig langsamer, der Spanier steuerte die Box an und stieg aus, im Klassement wurde der Wagen durchgereicht. „Wir haben leider ein technisches Problem hinten rechts. Es war keine Berührung, sondern Technik“, sagte Steve Buschmann, Teammanager bei Winward-Mercedes, am Nitro-Mikrofon.
Max Verstappen mit vielen riskanten Überholmanövern
Der vierfache Weltmeister demonstrierte vor dem Defekt einmal mehr seine Ausnahmestellung: Selbst mit deutlich weniger spezifischer Erfahrung auf der 25 Kilometer langen Nordschleife spielte er in einer eigenen Liga. Ein riskantes Überholmanöver wurde ihm fast zum Verhängnis, doch er konnte im letzten Moment seinen Mercedes-AMG noch abfangen und einen heftigen Unfall vermeiden.
Den Sieg sicherte sich das zweite Winward-Mercedes-Team mit der Nummer 80: Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin absolvierten einen fehlerfreien Lauf und feierten damit den ersten Mercedes-Gesamtsieg seit 2016. Auf dem Podium folgten ein Lamborghini (Red Bull Team ABT) und ein Aston Martin.
Das Rennen war geprägt von den typischen Tücken der Nordschleife: Regen, Nebel und zahlreiche Ausfälle. Für Verstappen endete ein emotionales Wochenende bittersüß. Er hatte das Event ausdrücklich auf seiner Wunschliste und lobte nach seinem Ausfall die Herausforderung der Strecke, das Team und die Atmosphäre.
Verstappen, der das Formel-1-freie Wochenende für seinen ersten Start beim stimmungsvollen 24-Stunden-Klassiker nutzte, ist ein großer Fan der 25,378 km langen Berg- und Talbahn in der Eifel. In diesem Jahr wurde auch befeuert durch Verstappens Zusage ein Besucherrekord (352.000 Zuschauer) erzielt. (mbr)
