Vor dem Duell mit Frankreich am Dienstag warnt der KEC-Profi vor einer zu großen Erwartungshaltung gegenüber den NHL-Stars um Kapitän Leon Draisaitl.
„Muss in unseren Kopf rein“Haie-Kapitän Müller warnt vor Olympia-Playoffs
Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller hat die deutsche Mannschaft vor dem Start der K.o.-Phase bei den Olympischen Spielen mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen.
„Wir haben mit Sicherheit die besten Spieler, aber wir müssen auch verstehen, wie wir als Mannschaft auf dem Niveau zu spielen haben“, sagte der Routinier nach dem 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA.
Müller warnte vor dem Duell mit Frankreich am Dienstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) auch vor einer vermeintlichen Abhängigkeit von den NHL-Profis um Kapitän Leon Draisaitl. „Wir haben ganz tolle Eishockey-Spieler, die zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass wir denen jedes mal, wenn sie auf dem Eis sind, die Scheibe geben, und dann ein Wunder passiert“, sagte der frühere Kapitän: „Wir als Mannschaft müssen einfach besser spielen.“

Moritz Müller (r, Deutschland) kämpft mit Jack Eichel (USA) an der Bande.
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DEB-Team Gruppenzweiter trotz zweier Niederlagen
Trotz zweier Niederlagen in der Gruppenphase war das deutsche Team als Gruppenzweiter in die K.o.-Phase eingezogen. Gegen Frankreich, das die Gruppenphase nach Spielen gegen Kanada, die Schweiz und Tschechien mit null Punkten und 5:20 Toren beendet hatte, spielt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nun um ein Ticket für das Viertelfinale.
Bundestrainer Harold Kreis sieht seine Mannschaft dafür gerüstet. „Das erste Drittel ist unsere Benchmark jetzt“, sagte der 67-Jährige mit Blick auf das Spiel gegen die USA: „Diese Leistung müssen wir auch gegen Frankreich aufs Eis bringen.“
Gleichzeitig müsse man jedoch „demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können. Das muss in unseren Kopf rein“, mahnte Müller. Das Team müsse sich „die ersten 20 Minuten“ gegen die USA „anschauen und daraus 60 machen“, forderte der langjährige Kapitän: „Dann können wir gegen jede Nation mitspielen.“ (dpa)

