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TennisSieger Zverev und die Turnier-Macher kämpfen für den Standort Köln

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Alexander Zverev, der große Gewinner der Kölner Turniere

  1. Der Sieger der beiden Turniere hat in Wort und Tat eine Liebeserklärung abgegeben.
  2. Turnierdirektorin Barbara Rittner wirbt bei Stadt und potenziellen Sponsoren um eine Neuauflage 2021.
  3. Köln wurde durch Bilder in 150 Ländern präsentiert, der Werbewert der Veranstaltung ist enorm.

Köln – Was Alexander Zverev in Köln gelungen ist, wird kein anderer Spieler im Tennis mehr schaffen. Er hat als Erster zwei Turniere in zwei aufeinanderfolgenden Wochen am selben Ort gewonnen. Der nächste, dem das irgendwann gelingt, wird schon nicht mehr der Erste sein können. Eine sportliche Sensation war diese Leistung nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nicht, denn der Deutsche war in beiden Turnieren an Nummer ein gesetzt. Allerdings war es atemberaubend, mit welcher Klasse er den letzten Schritt auf diesem Weg tat.

Im Endspiel am Sonntagabend waren sich die Nummer sieben und die Nummer neun der Weltrangliste gegenüber gestanden. Alexander Zverev galt gegen den argentinischen Sandplatzspezialisten Diego Schwartzman nicht als haushoher Favorit. Im Viertelfinale gegen den Franzosen Adrian Mannarino war er am Freitagabend noch kurz vor der Aufgabe gestanden. Im Halbfinale gegen das italienische Super-Talent Jannik Sinner musste er sich durch drei hart umkämpfte Sätze kämpfen. Im Finale brach er dann wie ein Tennisgewitter über den kleinen Argentinier herein, der nicht einmal die Chance hatte, seine Unbeugsamkeit zu zeigen. Nach der 2:6, 1:6-Niederlage sagte Schwartzman artig: „Ich hatte keine Chance. Sascha war einfach der Bessere.“

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Im Alter von 23 Jahren hat Zverev damit schon 13 Turniere auf der ATP-Tour gewonnen. Er hat der Stadt Köln durch seine Leistungen und seine Worte („Am liebsten würde ich jede Woche hier spielen“) eine Liebeserklärung abgegeben. Ob Zverev und die Kollegen 2021 allerdings wieder hier spielen werden, ist ungewiss. Erst einmal müssen Turnierdirektorin Barbara Rittner und Promoter Edwin Weindörfer bei der Erstellung des ATP-Terminkalenders im November auch für 2021 eine Lizenz bekommen. „Ich bin da aber sehr optimistisch“, sagt Rittner. Dann müsste die Lanxess-Arena verfügbar sein, was auch nicht das größte Problem wäre. Die Veranstalter bräuchten jedoch finanzielle Sicherheiten und mehrere Geldgeber. Die Stadt und Sponsor Rhein-Energie sind offenbar gewillt, Kontakte zu knüpfen. „Köln hat ist mit Bildern vom Dom und dem Rhein in 150 Ländern toll repräsentiert worden“, sagt Barbara Rittner. „Die Arena hat eine perfekte Visitenkarte abgegeben. Sie ist zu Höherem berufen. Wir könnten mit dem Turnier überall hingehen, aber wir werden alles versuchen, es in Köln zu behalten.“