Abo

Endgültiges AusKultgetränk Punica verschwindet aus den Regalen

2 min
Punica verschwindet wieder aus den Supermärkten.

Punica verschwindet wieder aus den Supermärkten. (Archivbild)

Das Comeback ist gescheitert: Punica verschwindet wieder aus den Supermärkten. Der Getränkehersteller stellt die Produktion erneut ein.

Das Comeback währte nur kurz: Der Hamburger Getränkehändler Columbus Drinks stellt den Vertrieb der Saftmarke Punica endgültig ein. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, reagiert das Unternehmen damit auf enttäuschende Verkaufszahlen, nachdem die Marke erst 2024 wieder in die Supermarktregale zurückgekehrt war.

Trotz neuem Design, Marktforschung und großer medialer Aufmerksamkeit konnte das Comeback nicht den erhofften Erfolg erzielen. Columbus Drinks hatte ursprünglich ein ambitioniertes Ziel von 50 Millionen abgesetzten Litern formuliert. Im gesamten Jahr 2024 wurden jedoch lediglich rund eine Million Liter verkauft.

Aus für Punica: Nur noch Restbestände im Handel

Aktuell werden in den Supermärkten nur noch die vorhandenen Restbestände abverkauft. Zuletzt war Punica unter anderem bei Edeka, Kaufland und Rewe erhältlich. Sobald diese Bestände aufgebraucht sind, soll es keine Nachlieferungen mehr geben.

Punica blickt auf eine lange Markengeschichte zurück: Die Saftmarke wurde 1977 von der Dittmeyer GmbH des Unternehmers Rolf H. Dittmeyer auf den Markt gebracht. Besonders in den 1990er-Jahren wurde Punica durch die Werbekampagne rund um die „Punica-Oase“ bekannt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Fruchtsaftgetränke Deutschlands.

Vom Kultgetränk zum Auslaufmodell

Nach mehreren Eigentümerwechseln – darunter die Übernahme durch Procter & Gamble im Jahr 1984 und der spätere Verkauf an PepsiCo – wurde Punica Teil der Tropicana Brands Group. Der damalige Eigentümer entschied 2022, die Marke zunächst nicht weiterzuführen und die Produktion einzustellen.

2024 wagte Columbus Drinks gemeinsam mit Tropicana Brands einen Neustart und brachte Punica nach einer rund zweijährigen Pause zurück in die deutschen Supermärkte. Die Marke sollte mit einer neuen Rezeptur, einem höheren Fruchtsaftanteil und einer moderneren Ausrichtung wieder attraktiver werden. Ziel war eine hochwertigere Positionierung, um neue und alte Kunden zurückzugewinnen. (jag)