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Aus für TochterLufthansa erwartet zum Ferienstart 15 Prozent weniger Gäste

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Flughafen Frankfurt

Die Lufthansa hat mit dem Aus für die Tochter Cityline Tausende Verbindungen gestrichen. (Archivbild)

Die Lufthansa rechnet zum Ferienstart in Frankfurt mit 15 Prozent weniger Passagieren. Grund ist die Stilllegung der Cityline.

In Frankfurt prognostiziert die Lufthansa infolge der Einstellung ihrer Tochtergesellschaft Cityline ein spürbar geringeres Passagieraufkommen zu Beginn der Sommerferien. An dem Wochenende vom 26. bis zum 28. Juni, wenn in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Ferienzeit beginnt, kalkuliert die Fluggesellschaft zusammen mit den Marken City Airlines und Discover mit circa 158.000 Reisenden. Laut einer Unternehmenssprecherin entspricht dies einem Rückgang von 28.000 Personen oder 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Um die über 950 Starts am ersten Ferienwochenende zu bewältigen, plant die Airline mit veränderten Dienstplänen und einer Aufstockung des Personals an den Abfertigungsschaltern.

Die Ursache für diese Entwicklung ist die Stilllegung der Regionaltochter Cityline im April, die auf einen vorausgegangenen, intensiven Arbeitskampf folgte. Infolgedessen wurde das Flugprogramm der Hauptmarke erheblich reduziert, was bis Oktober zur Annullierung von rund 20.000 Verbindungen auf der Kurzstrecke führt. Die Unternehmensführung unter CEO Carsten Spohr zog damit die Konsequenz aus Verlusten auf vielen Routen und den durch den Iran-Krieg stark erhöhten Kosten für Kerosin.

Kerosinversorgung für den Sommer gilt als stabil

Bezüglich der Versorgung mit Treibstoff zeigt sich die Geschäftsleitung für die Sommermonate jedoch zuversichtlich. „Weltweit erhalten wir von unseren Partnern und von unseren Lieferanten keine Anzeichen, dass die Treibstoffsicherung im Sommer irgendwie gefährdet ist“, erklärte Jens Ritter, der Leiter der Marke Lufthansa Airlines, vor Medienvertretern in Frankfurt.

Francesco Sciortino, der Verantwortliche für das Lufthansa-Drehkreuz in Frankfurt, meldete eine positive Entwicklung bei der Pünktlichkeit. Demnach konnte Lufthansa Airlines operativ den „besten Start in den Sommer seit zehn Jahren“ verbuchen. Zusätzliche Optimierungen der Prozesse erhofft sich die Fluggesellschaft durch die mehrjährige Schließung von Terminal 2 am Airport Frankfurt, dessen Modernisierung bis in das kommende Jahrzehnt andauern wird.

Weil die Fluglinien, die zuvor in Terminal 2 beheimatet waren, mittlerweile in das neue Terminal 3 im südlichen Teil des Flughafens verlegt wurden, konnte die Lufthansa sieben zusätzliche Parkpositionen nahe dem hauptsächlich von ihr betriebenen Terminal 1 gewinnen. Dies hat zur Folge, dass die Transferfahrten mit Bussen zum Flugzeug verkürzt werden. Eine weitere Aufstockung der Positionen an Terminal 1 wird für die Lufthansa erwartet, sobald im Jahr 2027 auch die Fluggesellschaft Condor in das Terminal 3 wechselt. (dpa/red)